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Ich Selbst, das Ewige Wort, stieg zur Erde und nahm Fleisch an ....

B.D. 8141 empfangen am 1.u.3.4.1962

„Und das Wort ist Fleisch geworden ....“

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Ich Selbst, das Ewige Wort, stieg zur Erde und nahm Fleisch an .... Es war ein Akt übergroßer Liebe und Barmherzigkeit, daß Ich Mich bewogen fühlte, die Verbindung aufzunehmen mit den Menschen, die endlos weit sich von Mir entfernt hatten, die nicht mehr fähig waren, Meine Stimme zu vernehmen, die Mein Wort in sich nicht mehr zu hören vermochten, die keinerlei Bindung mehr hatten mit dem Wort von Ewigkeit ....

Sie hatten selbst diese weite Entfernung von Mir verschuldet, und niemals mehr wäre es ihnen möglich gewesen aus eigener Kraft, diese weite Entfernung von Mir aufzuheben, niemals mehr wäre es ihnen möglich gewesen, Mein Wort so zu hören, wie es war im Anbeginn, als Ich Mich mit allen Meinen von Mir ins Leben gerufenen Geschöpfen austauschen konnte durch das Wort .... Darum hat Meine Liebe Selbst die weite Entfernung überbrückt .... Ich kam Selbst zur Erde und nahm Fleisch an und suchte nun, in Verbindung zu treten mit Meinen Geschöpfen, um sie wieder anzusprechen und ihnen eine Brücke zu bauen, die zu Mir zurückführte in das Reich des Lichtes und der Seligkeit ....

Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, doch Ich hätte keinen Menschen offensichtlich aus der Höhe ansprechen können, um sie nicht in einen Zustand des Zwanges zu versetzen, die als freie Geschöpfe einst von Mir ihren Ausgang genommen hatten. Sie sollten die Brücke zu Mir in aller Willensfreiheit betreten, und das konnte Ich nur erreichen durch Meine Ansprache, die aber nicht ungewöhnlich ertönen durfte, sondern wie ein von Mensch zu Mensch gesprochenes Wort klang. Und darum nahm Ich Fleisch an. Ich bezog die menschliche Hülle Jesu und sprach nun in dieser die Menschen an .... Aber es war Mein Wort, das ihnen nun ertönte, und Ich konnte durch dieses Wort den Menschen den Weg aufzeigen, Ich konnte sie belehren und ihnen Meinen Willen kundtun, Ich konnte ihnen das Evangelium verkünden, die göttliche Liebelehre, die ihre Seelen wieder in den Zustand versetzen sollte, daß jeder Mensch selbst Mein Wort in sich vernehmen konnte, wenn dies sein ernster Wille war ....

Doch zuvor mußten die Menschen erlöst sein von Sünde und Tod, zuvor mußte die einstige Sündenschuld des Abfalles von Mir getilgt sein, auf daß dann die Bindung mit Mir gekrönt werden konnte mit der „Ausgießung Meines Geistes“ .... auf daß dann der Mensch selbst Meine Stimme wieder in sich vernehmen konnte, wie es war im Anbeginn .... „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Wie wenige Menschen verstehen den Sinn dieser Worte; das Ewige Wort stieg Selbst zur Erde, denn die Menschheit war in größter Not, sie wußte nichts von ihrem elenden Zustand, von ihrer Lichtlosigkeit, von der geistigen Finsternis, in der sie wandelte ....

Sie stand völlig abseits von Mir und tat nichts, um diesen weiten Abstand von Mir zu verringern. Und es konnte den Menschen nur geholfen werden durch Belehrungen, die der Wahrheit entsprechen .... Sie mußten erfahren von dem Willen ihres Gottes und Schöpfers, und dieser Wille mußte ihnen von Mir Selbst verkündet werden .... Ich Selbst mußte sie ansprechen und konnte das nur durch einen Menschen ....

Also verkörperte Ich Selbst Mich in diesem Menschen, und so nur war es möglich, in aller Wahrheit die Menschen zu unterweisen, sie auf ihren verkehrten Lebenswandel aufmerksam zu machen, ihnen Meinen Willen kundzugeben und ihnen das Leben vorzuleben, das sie selbst führen sollten, um wieder aus ihrer geistigen Finsternis herauszugelangen, um den Weg zu gehen, den Ich den Menschen aufzeigte, auf daß sie wieder zum ewigen Leben gelangen konnten. Denn sie waren von Meinem Gegner beeinflußt, der sie ständig zur liebelosen (3.4.1962) Lebensführung bewog, in der sie dann auch kraftlos waren und blieben und nichts für ihren Aufstieg gewinnen konnten. Ich habe Selbst ihnen den Beweis geliefert, daß sich die Liebe als Kraft auswirkte. Ich habe die Kranken geheilt und auch andere Wunder gewirkt, die nur die Kraft der Liebe zustande bringen konnte ....

Ich habe ihnen auch über die Folgen eines liebelosen Lebenswandels Aufschluß gegeben .... Denn Ich mußte den Menschen als erstes erklären, warum sie sich in körperlicher und geistiger Not befanden .... Ich mußte sie davon in Kenntnis setzen, daß ihr Zustand als Mensch kein seliger genannt werden konnte und was sie also tun sollten, um zur Seligkeit zu gelangen ....

Und alles dieses mußten sie aus dem Munde Gottes vernehmen .... Mein Wort mußten sie vernehmen können, und also stieg das Wort Selbst zur Erde hernieder und nahm Fleisch an .... Im Urzustand ertönte das Wort in einem jeden Wesen und war Anlaß unermeßlicher Seligkeit ....

Und diese Seligkeit gaben die Wesen selbst hin, weil sie sich freiwillig entfernten von Mir und so also auch Mein Wort nicht mehr vernehmen konnten, weil dieses Wort eine direkte Liebeanstrahlung Meinerseits war, welche die Wesen aber nun zurückwiesen. Die übergroße Not der Menschen auf Erden bewog Meine Liebe und Barmherzigkeit, Mich Selbst ihnen zu nähern und ihnen trotz ihrer Abwehr im Wort entgegenzutreten .... Und wer nur ein Fünkchen Liebe in sich entzündete, der erkannte Mich auch und nahm Mein Wort an ....Er erkannte auch in Mir die Gottheit, und er folgte Mir nach .... Doch zumeist sah man in Mir nur den Menschen und wertete also auch Mein Wort nur als das eines Menschen .... Ich war mitten unter ihnen, und sie erkannten Mich nicht ....

Dennoch konnte Ich das Evangelium der Liebe verkünden, Ich konnte die göttliche Liebelehre den Menschen immer wieder vorstellen, und Ich konnte Mir Meine Jünger ausbilden und sie dann mit dem Auftrag hinaus senden in die Welt, Mein Evangelium zu verkünden und von Mir Selbst zu zeugen .... Es war das „Wort Selbst“ zur Erde gekommen, und Es hatte Fleisch angenommen zum Segen der Menschheit ....

Und immer, wenn Mein Wort ertönet, neigt Sich Meine endlose Liebe und Erbarmung nieder zur Menschheit und verstrahlt Ihre Liebe in die Menschenherzen, die willig Mein Wort entgegennehmen, die es anhören und als Stimme ihres Vaters erkennen und die Mir dankbar sind für die große Gnadengabe ....

Denn Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, und wer Mich anhöret, der tritt mit Mir Selbst in engste Verbindung, und er wird auch sein letztes Ziel auf dieser Erde erreichen, er wird den gänzlichen Zusammenschluß finden mit Mir, seinem Gott und Vater, zu Dem er endgültig nun zurückgekehrt ist und ewig selig sein wird ....

Amen


Und immer, wenn Mein Wort ertönet, neigt Sich Meine endlose Liebe und Erbarmung nieder zur Menschheit und verstrahlt Ihre Liebe in die Menschenherzen, die willig Mein Wort entgegennehmen, die es anhören und als Stimme ihres Vaters erkennen und die Mir dankbar sind für die große Gnadengabe ....


Die Kundgabe 8141 empfangen durch Bertha Dudde ist für mich eine der schönsten Kundgaben. Hier haben wir eine Beschreibung der Bibelaussage " Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt", die sonst nirgendwo so zu finden ist. Wer,außer Gott Selbst, könnte dieses Wunder der Menschwerdung Gottes so erklären. Immer wieder begeistert mich dies, Gott wurde Mensch. Hier noch einmal ein paar eindrückliche Sätze:




Es war das „Wort Selbst“ zur Erde gekommen, und Es hatte Fleisch angenommen zum Segen der Menschheit ....

Ich kam Selbst zur Erde und nahm Fleisch an ....

Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit ....

Ich bezog die menschliche Hülle Jesu und sprach nun in dieser die Menschen an.

Ich Selbst mußte sie ansprechen und konnte das nur durch einen Menschen ....

Also verkörperte Ich Selbst Mich in diesem Menschen ....

Ich war mitten unter ihnen, und sie erkannten Mich nicht ....

Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, und wer Mich anhöret, der tritt mit Mir Selbst in engste Verbindung

Doch zumeist sah man in Mir nur den Menschen und wertete also auch Mein Wort nur als das eines Menschen ....


2
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Gott und Jesus ist eins ....

B.D. 8250 empfangen am 24.8.1962

Gott und Jesus ist eins .... Menschwerdung Gottes ....

Daß sich der Geisteszustand der Menschen stets mehr verfinstert, geht auch daraus hervor, daß sie die „Einswerdung“ Gottes mit Jesus nicht recht zu verstehen vermögen .... und daß sie deshalb auch für die „Menschwerdung“ Gottes nicht das rechte Verständnis haben .... Sie sind durch die Lehre von der dreipersönlichen Gottheit zu falschem Denken gekommen. Doch immer wieder muß gesagt werden, daß die Ewige Gottheit nicht personifiziert werden kann .... daß Sie also nicht anders vorstellbar ist, als Kraft, Welche die ganze Unendlichkeit erfüllt ....

Diese Kraft ist nicht zu begrenzen und kann also auch nicht als „Form“ gedacht werden .... aber Sie kann eine Form gänzlich durchstrahlen .... Und der Vorgang einer gänzlichen Durchstrahlung mit göttlicher Kraft hat stattgefunden bei dem Menschen Jesus .... Er war voller Liebe, und Liebe ist die Ursubstanz der Ewigen Gottheit .... die unausgesetzt ausgestrahlt wird in die Unendlichkeit, die alles erstehen läßt und alles erhält .... Und diese göttliche Liebekraft also durchstrahlte die menschliche Form Jesus, und also manifestierte sie sich in Ihm, das Urwesen Gottes nahm Aufenthalt im Menschen Jesus und also wurde Gott „Mensch“ .... und da Jesus gänzlich erfüllt war von der Ursubstanz Gottes, wurde Er „Gott“ ....

Denn auch die menschliche Außenhülle konnte nach Seinem Kreuzestod als gänzlich vergeistigt sich mit Gott vereinigen, so daß also Jesus nun zur vorstellbaren Gottheit wurde .... daß der Mensch sich Gott nicht anders vorstellen kann als in Jesus .... daß aber nimmermehr von „zwei Personen“ die Rede sein kann .... Es hatte der Mensch Jesus auf Erden das Ziel erreicht, die völlige Vergöttlichung, die alle geschaffenen Wesen erreichen sollen ....

Denn Gott wollte Ebenbilder schaffen, deren letzte Vollendung jedoch der freie Wille des Wesens selbst erreichen muß. Der Mensch Jesus hat nicht nur durch ein Liebeleben diese Vergöttlichung erreicht, sondern durch das Erlösungswerk auch die Sündenschuld der Menschheit getilgt .... denn Er nahm die Liebekraft Gottes in Anspruch, ansonsten Er nicht fähig gewesen wäre, das entsetzliche Leid und den Kreuzestod zu ertragen, und diese Liebekraft war das Urelement Gottes, also war Gott Selbst in aller Fülle in dem Menschen Jesus und hat das Erlösungswerk vollbracht ....

Wenn ihr Menschen jedoch von einem dreipersönlichen Gott sprechet, so ist das ein irreführender Begriff, denn die Ewige Gottheit kann nicht personifiziert werden, denn Sie ist nur Liebe, und diese Liebe manifestierte Sich in Jesus, und es wirkte nun der Ewige Gottgeist in Jesus, und Er ist für alle Wesen nur in Jesus vorstellbar .... Weil die von Gott einst erschaffenen Wesen deshalb abfielen von Ihm, weil sie Ihn nicht schauen konnten, ist Er in Jesus für sie zum schaubaren Gott geworden .... Aber es ist Jesus kein zweites Wesen, Das neben Gott zu denken ist ....

Er ist Gott, denn Gott ist Liebekraft, Die eine völlig vergeistigte Form durchstrahlte, also diese nur noch göttliche Ursubstanz war und daher auch nur schaubar den Wesen, die gleichfalls sich vergeistigt haben, um Geistiges schauen zu können .... Wenn von Vater, Sohn und hl. Geist gesprochen wird, so ist das als Bezeichnung für das Wesen Gottes wohl gültig, wenn der Vater als Liebe, der Sohn als Weisheit und der hl. Geist als Kraft, als Wille oder Macht Gottes anerkannt wird .... Denn das Wesen Gottes ist Liebe, Weisheit und Macht ....

Doch das Ziel, das Gott Sich setzte bei der Erschaffung der Wesen, die Vergöttlichung dieser Wesen im freien Willen, erklärt .... so es erreicht wird .... auch die Menschwerdung Gottes in Jesus .... die schaubare Gottheit in Jesus, während die „dreipersönliche“ Gottheit überhaupt keine rechte, d.h. wahrheitsgemäße Erklärung zuläßt. Es haben sich die Menschen selbst Begriffe geschaffen, die darum hinderlich sind für das geistige Ausreifen, weil nur ein Gott angerufen werden kann, nicht aber zu drei verschiedenen Göttern gebetet werden darf, sondern Gott Selbst erkannt werden will in Jesus und darum auch Er nur angebetet werden kann in Jesus .... Und Er fordert von allen Menschen diese Anerkennung, weil Ihm einstens die Anerkennung verweigert wurde und weil gleichzeitig auch das Erlösungswerk anerkannt werden muß ....

Denn ohne Jesus Christus kann kein Mensch Vergebung seiner Urschuld finden, und es muß sich der Mensch daher zu Ihm bekennen .... er muß glauben, daß Gott Selbst Sich der Menschheit annahm und in Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat ....  Amen
3
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen


Zitat:
Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat gesprochen mit Seinen Heiligen und Selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.



B.D. 8751 empfangen am ....12.2.1964

Widerlegung irriger Auffassung über Inkarnierung Jesu

Ich will immer nur die Zweifel lösen, die sich in eure Herzen einschleichen, die aber gut sind, wenn sie auftauchen, weil dann erst euch Aufklärung gegeben werden kann, denn ein Mensch, der da glaubt, in der Wahrheit zu stehen, und niemals danach begehret, kann auch nicht unterwiesen werden. Und immer wieder wird durch Meinen Willen irgendein Anlaß sein, der euch also zweifeln lässet und ihr innerlich zum Fragen gedrängt werdet. Und es sind viele irrige Meinungen verbreitet, die teils durch falsche Belehrungen, teils durch Unverständnis entstanden sind, und diese also will Ich berichtigen ....

Und dazu gehört auch die vielfach vertretene Ansicht einer mehrmaligen Inkarnation der Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung in Ihm .... die zur Begründung hat, daß die Menschen nicht wissen um das Wirken der Lichtwelt auf Erden und im geistigen Reich. Erst wenn ihnen alle Zusammenhänge klar sind, bleiben sie von solchen irrigen Lehren unberührt und lehnen sie ab im Bewußtsein, in der rechten Erkenntnis zu stehen. Und darum müssen den Menschen diese Zusammenhänge immer wieder erklärt werden, was Ich auch stets tue ....

Denn Ich als die Ewige Wahrheit werde immer die Wahrheit den Menschen zuleiten und jegliche Irrlehre widerlegen und begründen. Die Lichtwesen, die Mir also treu verblieben sind bei dem Abfall Luzifers mit seinem Anhang, sind unentwegt tätig mit Mir und in Meinem Willen ....

Ihre Tätigkeit im geistigen Reich ist euch nicht verständlich zu machen, doch sie beteiligen sich am Erstehen der Schöpfungen verschiedenster Art, weil sie unentwegt bemüht sind, dem Gefallenen jegliche Möglichkeiten zum Aufstieg zu schaffen, denn ihre große Liebe treibt sie ständig dazu an, erlösend tätig zu sein. Sie steigen auch selbst zur Erde nieder, wenn die geistige Not der Menschen dies erfordert ....

Dieses alles ist euch schon mehrfach erklärt worden .... Doch ihr lebet in einer Zeit, der schon viele Entwicklungsperioden vorangegangen sind. Und immer schon hat die Lichtwelt mitgewirkt, daß die Entwicklung der Menschen gefördert wurde .... Und es gab auch Zeiten, wo Ich Selbst, als die Ewige Liebe, Mich der Menschen annahm, die selbst in ihren Herzen Liebe entzündet hatten, die also wohl ihrem Wesen nach auf dem Wege der Rückkehr zu Mir waren, jedoch durch die sie noch belastende Urschuld immer noch die weite Kluft bestand, die erst durch das Erlösungswerk Jesu überbrückt worden ist .... Dennoch war Meine Liebe besorgt um sie, daß sie nicht den Versuchungen erlagen, die Mein Gegner immer wieder anwandte, um sie an sich zu fesseln. Und also gab Ich Selbst Mich ihnen zu erkennen durch Meine Ansprache ....

Ich kam zu den Menschen dieser Erde im Wort, und das Wort ertönte durch einen Lichtgeist, der nur zu diesem Zweck zur Erde niederstieg, daß die Menschen das Wort des Vaters vernehmen konnten .... weil Ich Selbst den Menschen nicht schaubar war, dieser Lichtgeist aber auch nur den Menschen schaubar blieb, solange wie Ich Mich durch ihn äußern wollte .... Es war also kein als Mensch verkörpertes Lichtwesen, es war wohl ein nicht-gefallener Urgeist, jedoch ging dieser Urgeist nicht zum Zweck der Erreichung der Gotteskindschaft .... die mit einer Mission verbunden war .... über die Erde, sondern er war lediglich für die Menschen eine sichtliche Außenform für „Mein Wort“,das sie wie von Mensch zu Mensch gesprochen hören sollten, doch nicht zwingend auf sie wirken durfte.

Da Ich Selbst „das Wort“ bin, kam also Ich Selbst zur Erde zu denen, deren Herzen voller Liebe waren. Und Ich gab Mir nun die Form eines Lichtgeistes, der aber nicht körperlich als Mensch auf Erden inkarniert war, sondern wieder nur wirkte als reiner Geist, in dessen Macht es lag, sich selbst den Menschen sichtbar vorzustellen oder auch die Form aus eigenem Willen wieder aufzulösen .... Und so weilte Ich mehrmals bei den Menschen .... Und auch die Seele Jesu, der liebeerfüllteste Geist, Der aus Mir hervorgegangen war, diente Mir, daß Mein Wort durch ihn ertönen konnte, daß Er also scheinbar als Mensch unter den Menschen weilte ....

Es war aber der Akt Meiner Menschwerdung in Jesus ein Vorgang von so ungewöhnlicher Bedeutung, daß dies auch erklärt werden muß,denn dafür erwählte Ich Mir den höchsten und vollkommensten Lichtgeist, Dem die übergroße Liebe diese Vorrangstellung gab und dieser Geist darum das erste Mal eine menschliche Verkörperung einging, als Er Mir, dem höchsten und vollkommensten Geist in der Unendlichkeit, zur Hülle dienen sollte, weil Meine Menschwerdung in Ihm ein einmaliger Vorgang gewesen ist und bleiben wird. Eine zuvorige Inkarnation als Mensch konnte darum nicht möglich sein, weil ein solches Mensch-Sein schon den Aufenthalt im Bereich Meines Gegners erforderte, der noch-große Macht hatte, weil die Ursünde noch nicht getilgt war .... und also auch die Mächte der Finsternis sich an Seine Seele gehängt hätten, die Er wohl auch abschütteln, aber noch nicht hätte erlösen können, weil dazu das Werk der Erlösung nötig war ....

Wo Ich aber Mich Selbst manifestieren wollte, durfte sich noch kein finsteres Wesen versucht haben, und es durfte auch kein Akt der Lieblosigkeit vorangegangen sein, auch nicht die Abwehr des Ungeistigen, die jedoch nicht verhindert werden konnte, denn ein verkörpertes Lichtwesen kann sich nicht der Finsternis auslie-fern. Alle diese Vorgänge sind verständlich, wenn das Erlösungswerk Jesu Christi in Betracht gezogen wird, das erst die Urschuld von den gefallenen Wesen getilgt hat ....

Eine Inkarnation als Mensch aber wird immer voraussetzen, entweder einen gefallenen Urgeist zu erlösen oder einem nicht-gefallenen Urgeist den Weg durch die Tiefe zu ermöglichen, der ihn zu einem Gotteskind werden lässet .... Der Seele Jesu aber war die schwerste Mission für diesen Erdengang zugedacht, sie hat freiwillig das größte Leid auf sich genommen, wozu ihr aber die Liebe die Kraft gab, die Seine Seele in höchstem Maße erfüllte ....

Sie war schon vor diesem Abstieg zur Erde in höchster Lichtfülle stehend und also in Wahrheit „Mein Sohn, an Dem Ich Mein Wohlgefallen hatte ....“ Nur in einer solchen Seele konnte Ich Mich Selbst verkörpern, nur in Ihm war diese „Menschwerdung Gottes“ möglich .... nur Er konnte Sich völlig verschmelzen, also eins sein, mit Mir ....

Amen

4
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Jesus ist der wahrhaftige, aller eigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch
Auszug aus: Geistige Sonne empfangen durch Jakob Lorber, Band 2

GS.02_013,02] Ich sage euch: Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, daß, so dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit von zu großer Ehrfurcht erbebt. Saget ihr: Gott, so nennt ihr zwar auch das allerhöchste Wesen; aber ihr nennt Es in seiner Unendlichkeit, da Es ist erfüllend das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Aber in dem Namen Jesus bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum Gottes, oder noch deutlicher gesprochen:

[GS.02_013,03] Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. – Jesus ist demnach der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit oder: In Jesu wohnt die Gottheit in Ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft; darum denn auch allezeit die ganze göttliche Unendlichkeit angeregt wird, so dieser unendlich heiligst erhabene Name ausgesprochen wird!

[GS.02_013,04] Und dieses ist zugleich auch die unendliche Gnade des Herrn, daß Er sich hatte gefallen lassen, anzunehmen das körperlich Menschliche. Warum aber tat Er dieses? Höret, ich will euch nun ein kleines Geheimnis enthüllen!

[GS.02_013,05] Vor der Darniederkunft des Herrn konnte nimmerdar ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren, wie es denn auch bei Moses heißt: „Gott kann niemand sehen und leben zugleich!" Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat gesprochen mit Seinen Heiligen und Selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.

[GS.02_013,06] Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeiste war dennoch nie die vollkommenste Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war.

[GS.02_013,07] Ihr könnet es glauben: in dieser Zeit konnten auch nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen als ihr da sehet die Sonne am Firmamente. Und keiner von den Engelsgeistern hätte es je gewagt, sich die Gottheit unter irgendeinem Bilde vorzustellen, wie solches auch noch unter Mosis Zeiten dem israelitischen Volke auf das strengste geboten wurde, daß es sich nämlich von Gott kein geschnitztes Bild, also durchaus keine bildliche Vorstellung machen sollte.

[GS.02_013,08] Aber nun höret: Diesem unendlichen Wesen Gottes hat es einmal wohlgefallen, und zwar zu einer Zeit, in welcher die Menschen am wenigsten daran dachten, Sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung anzunehmen die vollkommene menschliche Natur!

[GS.02_013,09] Nun denket euch: Gott, den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von der allerunendlichsten Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt!

[GS.02_013,10] Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen Hauche Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht wie ein Vater, sondern wie ein Bruder!

[GS.02_013,11] Aber das alles wäre noch zu wenig. Er, der Allmächtige, läßt sich sogar verfolgen, gefangen nehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Saget mir: Könntet ihr euch eine unendlich größere Liebe, eine größere Herablassung denken, als diese, die ihr an Jesu kennet?!

[GS.02_013,12] Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt all Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!

[GS.02_013,13] Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft, aber in Jesu ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden; denn Er Selbst, wie ihr wisset, hat uns dieses ja doch sichtbar angezeigt, fürs erste durch Seine menschliche Darniederkunft, fürs zweite, daß Er uns nicht einmal, sondern zu öfteren Malen Brüder nannte, fürs dritte, daß Er mit uns aß und trank und alle unsere Beschwerden mit uns trug, zum vierten, daß Er als der Herr der Unendlichkeit sogar der weltlichen Macht Gehorsam leistete, zum fünften, daß Er sich hat von weltlicher Macht sogar gefangen nehmen lassen, zum sechsten, daß Er sich sogar durch die weltlich mächtige Intrige hat ans Kreuz heften und töten lassen, und endlich zum siebenten, daß Er Selbst durch Seine Allmacht den Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Volke trennte, zerrissen hat!

[GS.02_013,14] Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Türe, durch welche wir zu Gott gelangen können, d.h. durch diese Türe überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns, und finden da Jesum, den ewigen, unendlich heiligen Bruder!

[GS.02_013,15] Ihn, der es also gewollt hat, daß diese Kluft aufgehoben würde, können wir denn nun doch sicher über alles lieben!

GS.02_013,16] Daher, wie ich gleich anfangs gesagt habe, genügt zur Erweckung unserer Liebe zu Jesu ja doch sicher schon ein einziger Gedanke – nur Sein Name in unseren Herzen ausgesprochen sollte ewig genug sein, um in aller Liebe für Ihn zu erbrennen! Daher sprechet auch ihr in euren Herzen diesen Namen würdig aus, und ihr werdet es selbst erschauen, in welcher Fülle das Feuer der Liebe aus euren Herzen hervorbrechen wird, zu entzünden das Holz des Lebens, durch welches die Heiden genesen sollten an diesem neuen Opferaltare.

[GS.02_013,17] Solche Heiden, wie sie einst mein Bruder Paulus bekehrte, gibt es in unserer Zeit noch gar viele; ja es gibt Heiden, die sich „Christen" nennen, aber dabei ärger sind in ihren Herzen als diejenigen, die einst Moloch und Baal anbeteten.

[GS.02_013,18] Wenn das Holz auf diesem Altare wird zum Brennen kommen, da erst werdet ihr in dieser aus euch selbst gerufenen Welt so manches erschauen, das ihr bis jetzt noch nicht erschaut habet. Denn ich sage euch: In der Welt der Geister gibt es unergründliche Tiefen. Kein geschaffener Geist könnte dieselben je ermessen; aber wir sind im Geiste des Herrn.
Sein Geist lebt, waltet und wirket in uns, und in diesem Geiste ist uns keine Tiefe unergründlich; denn niemand kann wissen, was im Geiste ist, denn allein der Geist. So kann auch niemand wissen, was in Gott ist, denn allein der Geist Gottes. – Jesus, der vereinigte Gott in aller Seiner Fülle, aber hat uns erfüllt mit Seinem Geiste. Und mit diesem Seinem Geiste in uns können wir auch dringen in Seine göttlichen Tiefen. – Also denket euch nun den Namen aller Namen, den Heiligsten aller Heiligkeit, die Liebe aller Liebe, das Feuer des Feuers – und das Holz am Altar wird brennen!


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Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts / Kindheit Jesu ....
« Letzter Beitrag von Ruth am Oktober 18, 2017, 08:07:39 Vormittag »
Auszug aus: Kindheit Jesu, empfangen duch Jakob Lorber

188. Kapitel
Cyrenius beteuert seine Liebe zum Herrn. Die Prüfung: Tullias Tod. Des Cyrenius tiefe Trauer.
Der gerechte Tadel des enttäuschten Kindleins und seine Wirkung aufCyrenius.


Als der Cyrenius aber diese Erdkugel abermals mit großer Aufmerksamkeit betrachtete, da verlangte das Kindlein freigestellt zu werden, um auf dem Hügel ein wenig hin und her zu hüpfen. Und Cyrenius setzte Es gar sanft auf die Erde und sprach: „O Du mein Leben, Du mein Heil, Du mein Alles! Nur von meinen Händen gebe ich Dich leiblich frei; aber nimmer, nimmer aus meinem Herzen; denn da lebst Du nunmehr ganz allein, – ja Du ganz allein bist meine Liebe!
Wahrlich, so ich nur Dich, o Du mein Heiland, habe, dann ist mir die ganze Welt mit allen ihren Schätzen nichtiger als das Nichts selbst!“Hier stand das Kindlein auf, wandte sich wieder zum Cyrenius und sprach zu ihm: „Ich muß denn doch wieder bei dir verbleiben, obschon Ich recht gerne ein wenig herumhüpfen möchte, weil du Mich gar so lieb hast! Hättest du fortwährend deine kleine Erde beschaut, siehe, da wäre Mir bei dir zu sein wohl ein wenig langweilig geworden; aber da du dein Herz wie alle deine Aufmerksamkeit wieder völlig Mir zugewandt hast, da muß Ich bei dir verbleiben und kann Mich nicht trennen von dir! Aber höre du, Mein lieber Cyrenius! Was wird denn dein Weib dazu sagen, wenn sie sicher vernommen hat, daß du Mich ganz allein nur liebst?“ Und der Cyrenius sprach: „Herr, wenn ich nur Dich habe, was frage ich da um mein Weib und um die ganze Welt! – Siehe, das alles ist mir um die leichteste Münze feil! O Du mein Jesus, welche Seligkeit kann größer wohl sein als allein die nur: Dich über alles zu lieben und von Dir wiedergeliebt zu werden! Darum möchte ich eher die Tullia verachten wie einen Heuschreckenzug, bevor ich nur um ein Haarbreit von der Liebe zu Dir weichen möchte!“

Das Kindlein aber sprach: „Cyrenius, so Ich dich aber darob ein wenig prüfete, denkst du wohl, daß du da beständig verbleiben möchtest?“ Und der Cyrenius sprach: „Nach meinem gegenwärtigen Gefühle dürftest Du wohl die Erde unter meinen Füßen zerstäuben und mir die Tullia tausendfach nehmen, so es möglich wäre, so würde ich aber dennoch in meiner gleichen Liebe zu Dir verbleiben!“ Hier sank plötzlich die Tullia wie vom Schlage gerührt zu Boden und ward völlig tot.

Alle Anwesenden erschraken heftig. Man brachte sogleich wohlgegorenen Zitronensaft und frisches Wasser und labte sie; aber es war alle Mühe vergeblich, denn die Tullia war völlig tot. Als der Cyrenius aber sah, daß die Tullia ernstlich tot war, da verhüllte er sein Angesicht und fing an, sehr traurig zu werden. Nun aber fragte das Kindlein den traurigen Cyrenius: „Cyrenius! Wie kommst du Mir nun vor? Siehe, noch ist die Erde ganz, und dein Weib ist noch lange nicht tausend Male getötet, wie du's verlangtest, – und du trauerst, als hättest du alles in der Welt verloren! Hast du Mich nun nicht gleich wie ehedem, der Ich dir doch alles war?! –

Wie magst du nun trauern gar so sehr?“ Hier seufzte der Cyrenius tief auf und sprach gar kläglich: „O Herr! Ich wußte es ja nicht, wie teuer mir die Tullia war, solange ich sie hatte; ihr Verlust erst zeigte mir nun ihren Wert! Darum trauere ich – und werde trauern wohl mein Leben lang um sie, die mir eine so edle und treue Gehilfin war!“

Da seufzte das Kindlein tief auf und sprach: „O ihr wetterwendischen Menschen! Wie wenig Beständigkeit wohnet in eurem Herzen! Wenn ihr schon also seid in Meiner Gegenwart, was werdet ihr dann erst sein, so Ich nicht unter euch sein werde?!

Cyrenius! Was war Ich dir vor einigen Minuten, – und was bin Ich dir jetzt?
Dein Angesicht verhüllest du vor Mir wie vor der Welt, und dein Herz ist so voll Traurigkeit, daß du kaum vernehmen magst Meine Stimme! Ich aber sage dir: Wahrlich, also bist du Meiner noch nicht wert! Denn wer noch sein Weib mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert, da Ich doch mehr bin als ein Weib, geschaffen durch Meine Macht! Ich sage dir, berate dich in der Zukunft besser, sonst wirst du auf dieser Welt Mein Angesicht nimmer erschauen!“
Darauf ging das Kindlein zum Joseph hin und sagte zu ihm: „Joseph! Lasse die Tote ins Kämmerlein bringen und sie legen auf ein Totengerüst!“
Joseph aber sagte: „Mein Söhnchen, wird sie nimmer lebend?“

Und das Kindlein sprach: „Frage Mich nicht darum; denn nun ist noch lange nicht Meine Zeit, sondern tue, wie Ich dir sagte! Siehe, das Weib ward eifersüchtig auf Mich, als Mir Cyrenius seine Liebe gestand; diese Eifersucht und dieser Liebeneid hat sie so schnell getötet! Darum frage Mich nicht weiter, sondern lasse sie ins Kämmerlein aufs Gerüst bringen; denn sie ist wirklich tot!“

Joseph ließ darauf sogleich die Leiche ins Haus tragen und bereiten in einem Seitenkämmerlein ein Gerüst und dann die Leiche legen darauf. Alles ging nun zu Cyrenius hin und tröstete ihn ob diesem plötzlichen Verluste seines Weibes. Cyrenius aber enthüllte bald wieder sein Gesicht, richtete sich auf wie ein rechter Held und sprach: „O liebe Freunde, tröstet mich nicht vergeblich; denn ich habe meinen Trost schon gefunden in meinem eigenen Herzen, und einen besseren könnet ihr mir wohl nicht geben! Sehet, hier hat der Herr mir ja wunderbar dies edle Weib gegeben, und hier hat Er sie mir wieder genommen; denn Er allein ist ja der Herr über alles Leben! Ihm sei darum auch alles aufgeopfert, und Sein heiliger Name sei darum ewig gelobt und gepriesen!

Es ist zwar ein harter Schlag auf mein fleischig Herz; aber ich empfinde ihn nun auch um so belebender für meinen Geist! Denn dadurch hat der Herr mich frei gemacht, und ich gehöre nun ganz, aller irdischen Bande ledig, Ihm allein zu, und Er allein ist nun der heilige Einwohner meines Herzens! Darum tröstet mich nicht; Er ist allein ja mein Trost für ewig!“ Hier kam das Kindlein wieder zum Cyrenius und sagte zu ihm: „Amen! – Also sei es für ewig! Wie ein Hauch werden diese Erdenjahre vergehen, in denen wir noch hier wirken werden; dann aber wirst du dort sein, wo Ich sein werde ewig unter denen, die Mich lieben werden dir gleich! – Also sei es ewig, ewig, ewig!“ – – –
Cyrenius aber ist ein Erstling, den Meine Liebe geweckt hat



Auszug aus:
Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber


189. Kapitel
Joseph lädt den Cyrenius zum Mahle. Des Cyrenius Absage unter Hinweis auf seine Sättigung durch den Herrn. Des Kindleins Lob über Cyrenius.


Es kamen aber nun auch die Söhne Josephs und zeigten an, daß das Mahl bereitet sei.
Und der Joseph ging hin zum Cyrenius und zeigte ihm, der sich eben mit dem Kindlein wieder vollauf beschäftigte, solches an und fragte ihn, ob er vor Traurigkeit wohl eine Speise werde zu sich nehmen können. Und der Cyrenius sprach: „O mein erhabener Bruder, meinst du denn, daß ich irgend einen Hunger habe? Da sieh einmal her! Wie kann man hungrig wohl werden in der Gesellschaft Dessen, durch den in jedem Augenblicke Myriaden und Myriaden gesättiget werden!? Was aber meine von dir vermeinte Traurigkeit betrifft, da sage ich aus der Fülle meiner Liebe zu Dem, der dich und mich erschuf: Wie sollte ich trauern wohl in der Gesellschaft meines und deines Herrn?!

Siehe, da du ein Weizenkorn in die Erde streuest, das da in ihr verfault, da läßt Er hundert an die Stelle des einen treten! Also ist es ja auch hier der Fall: wo der Herr eines nimmt, da gibt Er bald tausend dafür! Mir hat Er wohl die eifersüchtige Tullia genommen, dafür aber hat Er Sich mir Selbst gegeben! O Bruder, welch ein unendlicher Ersatz ist das für meinen so geringen Verlust! Anstatt meines Weibes darf ich nun Ihn in meinem Herzen ewig mein nennen! O Bruder, wie sollte ich da wohl noch um die Tullia trauern können?!“

Hier sprach Joseph: „O Bruder! Du bist groß geworden vor dem Herrn; wahrlich, du bist ein Heide gewesen – und bist nun besser denn viele Israeliten! Ja, ich selbst muß es vor dir bekennen: Dein Herz und dein Mund beschämet hoch mich selbst; denn eine solche Ergebung in den Willen des Herrn habe ich an mir selbst noch nicht erlebt!“ Hier richtete Sich das Kindlein auf und sprach: „Joseph! Ich weiß, warum Ich dich erwählte; doch größer warst du noch nie vor Mir als eben jetzt, da du deine Schwäche vor einem Heiden bekennest! Ich aber sage dir, da du dem Cyrenius schon das Zeugnis gabst, daß er besser ist als viele Israeliten: Cyrenius ist hier mehr als Abraham, Isaak und Jakob, und mehr als Moses und die Propheten, und mehr als David und Salomo! Denn deren Taten waren gerecht durch den Glauben und durch große Gottesfurcht in ihren Herzen; Cyrenius aber ist ein Erstling, den Meine Liebe geweckt hat; und das ist mehr als der gesamte alte Bund, der tot war, während Cyrenius nun ganz lebendig ist! Du kennst des Tempels Herrlichkeit in Jerusalem; er ist ein Werk Salomonischer Weisheit. Aber dieser Tempel ist tot wie sein Werkmeister, der Mich den Weibern opferte!

Cyrenius aber hat in seinem Herzen mit großer Selbstverleugnung Mir nun einen neuen, lebendigen Tempel erbaut, in dem Ich wohnen werde ewiglich; und das ist mehr denn alle Weisheit Salomons!“ Hier fing Cyrenius an zu weinen vor Seligkeit, und Joseph wie die Maria zeichneten sich diese Worte tief in ihre Herzen; denn sie waren voll Kraft und voll Leben.



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Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts / Das Grundevangelium von der Menschwerdung
« Letzter Beitrag von Ruth am Oktober 18, 2017, 08:01:25 Vormittag »
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Das Grundevangelium von der Menschwerdung

Auszug aus Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber


236. Kapitel – Eine häusliche Küchenszene und deren ernste Folgen. Das Grundevangelium von der Menschwerdung.

Beim Verzehren des Fisches aber fragte das Kindlein den Jonatha, sagend:
„Jonatha, ist das wohl die beste Gattung der Fische?
Denn Ich sage dir, daß Mir dieser Fisch gar nicht wohlschmecket!
Fürs erste ist er zäh und fürs zweite so trocken wie Stroh.
Fürwahr, das muß keine gute Fischgattung sein, was sich auch daraus erkennen läßt, daß er gar so viele lästige Gräten hat!“
Und der Jonatha erwiderte: „Ja, Du mein Herr und mein Gott! Es ist fürwahr
die leichteste Fischgattung!
O hätte doch der Joseph mir früher etwas gesagt, da wäre ich ja gerne zehn
Male für einmal hin und her gelaufen und hätte für Dich den allerbesten Fisch geholt!“
Hier war der Joseph selbst etwas ärgerlich über seine Söhne, darum sie seinen
Tisch so übel bestellt hatten.
Das Kindlein aber sprach: „Joseph, ärgern dürfen wir uns deshalb gerade nicht; aber sonderbar bleibt das immer von Meinen Brüdern, daß sie in der Küche für sich das Beste behalten, uns aber gerade aus allem das Schlechteste auftischen.
Es sei ihnen zwar alles gesegnet; aber schön und löblich ist das von ihnen
nicht! –
Siehe, du hast Mir wohl das beste Stück vom Fische gegeben; aber dennoch
vermag Ich es nicht wegzuessen, obschon Ich noch recht hungrig bin, –
und das ist doch ein sicheres Zeichen, daß der Fisch schlecht ist!
Da – verkoste dies Stückchen, und du wirst dich überzeugen, daß Ich recht habe!“

Hier kostete der Joseph den Fisch und fand die Aussage des Kindleins
vollkommen bestätigt.

Da stand er aber auch sogleich auf und ging in die Küche und fand da, wie
sich die vier Söhne mit einem edlen Thunfisch gütlich taten.
Da war es aber auch aus beim Joseph, und er fing die vier Köche ganz
gewaltig zu putzen an.
Diese aber sprachen: „Vater! – siehe, wir müssen alle schwere Arbeit
verrichten, warum sollen wir da manchmal nicht auch ein besseres Stückchen verzehren als die, welche nicht arbeiten?!
Zudem ist der Fisch ja auch nicht schlecht, den wir auf deinen Tisch gegeben haben.
Das Kindlein aber, weil Es von euch zu verzärtelt ist, ist nur manchmal zu voll Kapricen, und da ist Ihm dann nichts recht und gut genug!“
Da ward Joseph zornig und sprach: „Gut, weil ihr mir mit solcher Rede begegnetet, so werdet ihr von nun an nimmer für meinen Tisch Speisen bereiten! Maria wird von jetzt an mein Koch sein, ihr aber möget für euch kochen, was ihr wollt; aber an meinem Tische solle keiner aus euch je gesehen werden!“
Hier verließ Joseph die vier Köche und kam ganz erregt durch eine kleine
Seitentüre zu seiner Tischgesellschaft zurück.
Da ward das Kindlein traurig und fing an völlig zu weinen und schluchzte recht gewaltig.
Da fragten Es sogleich Maria, Joseph und der Jakob mit ängstlicher Gebärde,
was Ihm fehle, ob Es irgendeinen Schmerz empfinde – oder was es denn doch sei, darum Es nun gar so plötzlich also traurig und leidig geworden sei?
Das Kindlein aber seufzte tief auf und sprach in einem sehr wehmütigen Tone zum Joseph: „Joseph! – Ist es denn gar so süß, den Armen und Schwachen die eigene Herrlichkeit zu zeigen und sie eines geringen Vergehens wegen völlig zu richten?! Siehe doch einmal Mich an, wie viele gar entsetzlich schlechte Köche habe Ich in der Welt, die Mich als einen Vater aller Väter schon lange völlig hätten verhungern lassen, so solches an Mir möglich wäre!
Ich sage dir, Köche, die von Mir nichts mehr wissen und auch nichts mehr
wissen und hören wollen!
Und siehe, Ich gehe dennoch nicht hinaus, um sie zu richten in Meinem gerechten Zorne!
Ist es denn gar so süß, ein Herr zu sein? – Siehe, Ich bin der alleinige Herr der
Unendlichkeit, und außer Mir ist ewig keiner mehr!
Und siehe, Ich euer aller Schöpfer und Vater wollte vor euch ein schwaches
Menschenkind werden mit allem Zurückhalte Meiner ewigen und unendlichen göttlichen Herrlichkeit, auf daß ihr durch dieses über alles demütige Beispiel an eurem alten Herrschgeist einen Ekel bekommen sollet!
Aber nein! Gerade in dieser Zeit aller Zeiten, in der Sich der Herr aller
Herrlichkeit unter alle Menschen erniedrigt hat, um sie alle in solcher Seiner Niedrigkeit zu gewinnen, wollen die Menschen am meisten Herren sein und herrschen!
Ich weiß es wohl, daß du vorzüglich Meinetwegen die vier Köche gerichtet
hast; aber so du Mich als den Herrn erkennst, warum hast du Mir denn da
vorgegriffen?
Siehe, wir alle sind darum noch nicht unglücklich, darum wir mit einem mageren Fische bedient worden sind; denn wir können uns ja sogleich einen besseren
zubereiten lassen!
Die vier Brüder aber sind nun die unglücklichsten Geschöpfe auf der Welt,
darum du als Vater sie gerichtet hast; und siehe, das ist keine gerechte Strafe auf ein so geringes Vergehen!
Was wäret ihr Menschen wohl, so Ich mit euch täte, wie ihr es miteinander tut,
wenn Ich so kurzmütig und ungeduldig wäre, wie ihr es seid?!
Du weißt es nicht, warum wir diesmal so karg bedient worden sind; Ich aber weiß es.
Darum sage Ich dir, gehe hin und rufe zurück dein Urteil, und der Jakob wird
dir dann den Grund dieser schlechten Mahlzeit kundgeben!“
Hier ging der Joseph und berief die vier Söhne, auf daß sie vor ihm bekenneten ihren Fehl und er es ihnen dann vergebe.


237. Kapitel –
Demütige und herzliche Rede der vier Brüder an das beschimpfte Kindlein.
Dessen göttliche Antwort an Seine Brüder.


Und die vier Söhne Josephs kamen sobald in das Speisezimmer des Joseph,
fielen da auch sogleich auf ihre Knie nieder, bekannten ihre Schuld und baten dann den alten Vater Joseph um Vergebung. Joseph vergab ihnen darauf und nahm sein Urteil zurück.
Darauf aber sagte er zu den vieren: „Ich habe es euch wohl vergeben;
aber ich war auch dabei der von euch am wenigsten Beleidigte.
Aber hier ist das Kindlein, von dem ihr mir zum größten Ärger aussagtet,
Es sei ganz verzärtelt und sei darum manchmal voll Kapricen, da Ihm dann
nichts recht und gut genug wäre. Dadurch habt ihr Es gröblichst beschimpft!
Gehet hin und bittet Es vorzugsweise um Vergebung, sonst kann es euch übel
ergehen!“ Darauf gingen die vier hin vor das Kindlein und sprachen vor Ihm:
„O Du unser liebes Brüderchen! Siehe, wir haben Dich ungerecht beschimpft
vor unserem Vater, und haben dadurch ihn gröblichst erzürnt, daß er uns darob nahe fluchen mußte. Gar grob haben wir uns an Dir und dem guten Vater Joseph versündigt.

O wirst Du, liebes Brüderchen, uns wohl je solche unsere grobe Sünde
vergeben können? – Wirst Du uns wieder zu Deinen Brüdern erheben?“
Hier lächelte das Kindlein die vier Bittenden gar überaus freundlich an,
streckte Seine zarten Arme aus und sprach mit Tränen in Seinen göttlichen Augen:

„O stehet auf, ihr Meine lieben Brüder, und kommet her, auf daß Ich euch
küsse und segne! Denn wahrlich, wer so wie ihr zu Mir kommt, dem solle vergeben sein und hätte  er der Sünden mehr, denn da ist des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde!

Wahrlich, wahrlich! – eher noch als diese Erde gegründet war, habe Ich diese
Sünde an euch schon geschaut und habe sie euch auch schon um gar vieles eher vergeben, als ihr noch waret! O ihr Meine lieben Brüder! Seid ja in keiner Angst wegen Meiner; denn Ich habe ja euch alle so sehr lieb, daß Ich wohl aus Liebe zu euch einst sterben werde am Leibe!

Daher habet ja keine Angst vor Mir; denn wahrlich, so ihr Mir auch gefluchet
hättet, da hätte Ich euch aber dennoch nicht gerichtet, sondern hätte geweint  ob der Härte eurer Herzen! Kommet also her, ihr Meine lieben Brüder, auf daß Ich euch segne, darum ihr Mich ein wenig beschimpfet habt!“
Diese endlose Güte des Kindleins brach den vieren das Herz, daß sie weinten
wie kleine Kinder. Auch die andere Tischgesellschaft ward so sehr gerührt, daß sie sich des Weinens nicht enthalten konnte. Das Kindlein aber richtete Sich auf, ging Selbst zu den vieren hin und segnete und küßte sie und sagte dann zu ihnen: „Nun, liebe Brüder, werdet ihr es doch merken, daß Ich euch alles vergeben habe!? – Ich bitte euch aber, gehet nun in die Küche und bringet uns allen einen besseren Fisch! Denn fürwahr, Ich bin noch recht hungrig und kann den Fisch aber dennoch nicht essen, den ihr ehedem für uns bereitet habt!“
Hier erhoben sich sobald die vier, küßten das übergute Kindlein und eilten
dann übergerührt in die Küche und bereiteten in der kürzesten Zeit einen allerbesten Fisch für den Tisch Josephs.

Auszug aus:
Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber, Kapitel 199
Josephs echt menschlich-kurzsichtige Fragen. Des Kindleins Antwort. Die universale Bedeutung der Menschwerdung des Herrn.

Da aber Joseph solches vom Kindlein vernommen hatte, da sprach er:
„O mein Gottsöhnchen! – ich habe Dich in meiner Tiefe wohl verstanden.
Aber ich muß dazu bekennen, daß Du mir da eben keine angenehme Vorsage
gemacht hast!
Denn so nach Dir, wie vor Dir, der größte Teil der Menschen Heiden und
Götzendiener verbleiben werden, wozu ist dann diese Deine Darniederkunft?
Wozu solche Erniedrigung Deiner endlosen ewigen Heiligkeit? Willst Du nur
wenigen helfen? – Warum nicht allen?!“ –
Das Kindlein aber sprach: „O Joseph, du hast ja eine Menge eitler Fragen!
Hast du noch nie den gestirnten Himmel betrachtet? – Siehe, ein jeder Stern,
den du erschaust, ist eine Welt, ist eine Erde, auf der, wie hier, freie Menschen wohnen!

Und zahllose gibt es, die noch keines Sterblichen Auge erspähet hat; und
siehe, diesen allen gilt diese Meine Darniederkunft!
Wie und warum aber, das wirst du einst in Meinem Reiche in größter Klarheit
erschauen!

Darum wundere dich nicht, so Ich über dieser Erde Menschen dir eine solche
Vorsage gemacht habe; denn Ich habe deren ohne Zahl und Ende; und alle diese Zahl- und Endlosen bedürfen dieser Meiner Darniederkunft – und bedürfen deren darum, weil solcher Meine eigene ewige Ordnung bedarf, aus der diese Erde wie
alle andern ohne Zahl und Ende hervorgegangen sind.
Also wird es auf der Erde wohl also zugehen, wie Ich es dir vorausgesagt habe!
Aber darum wird der ewig heilige Zweck dieser Meiner Darniederkunft
dennoch nicht ein vergeblicher sein! –
Denn sieh: Alle die zahllosen Welten, Sonnen und Erden haben ihre Bahnen,
und diese haben eben auch zahl- und endlos verschiedene Richtungen.
Überall sind andere Gesetze und überall eine andere Ordnung;
aber am Ende kommen sie doch alle in der einen – Meiner Grundordnung
zurecht und entsprechen dem einen großen Hauptzwecke wie die Glieder desLeibes und deren Verrichtungen.

Und siehe, also wird es auch mit den Menschen der Erde am Ende sein, und
sie werden dereinst im Geiste dennoch alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt!
Wie und wann aber? – Das bleibt bei Dem, der es dir nun gesagt hat!
Aber es werden zuvor noch viele Winde über den Boden der Erde wehen
müssen und viel Wasser dem Himmel entstürzen und viel Holz verbrannt werden, bis man sagen wird:

Siehe, nun ist eine Herde und ein Hirt, ein Gott und nur ein Mensch aus
Zahllosen, ein Vater und ein Sohn in und aus den Zahl- und Endlosen!“
Ob dieser Rede des Kindleins stiegen dem Cyrenius, dem Jonatha wie dem
Joseph die Haare zu Berge, und der Joseph sprach: „O Kindlein!
Deine Worte werden immer unbegreiflicher, wunderbarer und wahrhaft entsetzlicher! Wer mag deren endlose Tiefe erfassen?! – Darum rede mit uns nach unserem Verständnisse, sonst gehen wir zugrunde unter solcher Tiefe Deiner Rede!“ Das Kindlein aber lächelte und sprach: „Joseph! Siehe, gerade heute bin Ich recht aufgelegt, euch Enthüllungen zu machen, daß ihr alle darob erschaudern sollet! Und ihr sollet daraus in der Fülle ersehen, daß in Mir im Ernste der vollkommene Herr der Ewigkeit zu Hause ist und nun wohnet unter euch! – Und so höret Mich weiter an.

200. Kapitel
Prophetische Enthüllungen des Jesusknäbleins:
Jesu Tod, Seine Versöhnungslehre, Auferstehung und Eröffnung der  Lebenspforte für alle.

Und das Kindlein redete also: „Joseph! – Was wirst denn du sagen, so die Kinder der Welt den Herrn dereinst ergreifen und töten werden mit Hilfe des Satans?
Wenn sie Ihn wie einen Raubmörder ergreifen werden und werden Ihn schleppen vors Weltgericht, da der Geist der Hölle sein Walten hat?
Und dieses wird den Herrn aller Herrlichkeit ans Kreuz heften lassen!
Was sagst denn du dazu?
Wenn mit Ihm geschehen wird, wie die Propheten von Ihm ausgesagt haben,
deren Worte dir wohlbekannt sind! – Was sagst du wohl dazu?“
Als die drei solches vom Kindlein vernommen hatten, da erschraken sie sehr,
und Joseph sprach sehr heftig:
„Mein Jesus, mein Gottsöhnchen, wahrlich, solches geschehe nur Dir nicht!
Die Hand, die sich je an Dir vergreifen würde, solle verflucht sein ewig, und
ihres Trägers Seele solle ewig in der möglichst größten Qual ihren Frevel büßen!“
Und der Cyrenius schlug sich auch samt Jonatha zu der Partei Josephs und
sprach: „Ja, wenn solches je möglich geschehen könnte, für ewig wahr, da will ich von heute an der grausamste Tyrann werden!
Zweimalhunderttausend der geübtesten Krieger stehen unter meinem Befehle;
nur einen Wink kostet es mich, und Tod und Verderben sei aller Welt gebracht!
Ehe ein frecher Teufel von einem Menschen seine Satanshände  an dieses Kind legen solle, eher will ich alle Menschen umbringen lassen auf der ganzen Erde!“
Das Kindlein aber lächelte und sprach: „Dann werden ja aber dennoch deine
Krieger bleiben; wer wird denn dann diese aus der Welt schaffen?
Siehe, Mein lieber Cyrenius, wer da weiß, was er tut, und tut Ungerechtes, so
tut er die Sünde und ist ein Täter des Übels!
Wer aber nicht weiß, was er tut, und tut also Ungerechtes, dem solle es
vergeben sein; denn er wußte es ja nicht, was er tat!
Nur – so jemand wohl wüßte, was er täte, und möchte nicht tun aus sich
Ungerechtes, wenn er aber gezwungen wird, da sträubt er sich nicht und tut Ungerechtes, der ist ein Sklave der Hölle und zieht sich selbst das Gericht auf den Hals!

Die Hölle aber weiß wohl, daß da mit den blinden Werkzeugen besser zu
handeln ist als mit den sehenden; daher hält sie auch fortwährend die Blinden in ihrem Solde, – und eben diese Blinden werden den Herrn der Herrlichkeit ans Kreuz heften! Wie willst du aber einen Blinden strafen darob, so er am Wege mit dem Fuße anstieß und fiel und zerbrach sich Arme und Beine?!
Daher bleibe du mit deiner Macht nur so hübsch fein zu Hause, die viel mehr
Unheil als Heil auf der Erde stiften möchte!

Und sei versichert, daß Der, den die Menschen dem Fleische nach töten werden in ihrer Blindheit, im Geiste und in Seiner Kraft und Macht nicht getötet wird, sondern alsobald wieder erstehen wird aus eigener Kraft und Macht und wird erst dadurch eröffnen aller Kreatur den Weg zum ewigen Leben!“
Der heftige Ton des Cyrenius aber brachte auch die Tullia-Gesellschaft zur
Aufmerksamkeit auf die kleine Gesellschaft.
Das Kindlein aber verwies die Gesellschaft zurück und sprach: „Gehet an eure
Sache; denn was hier vorgeht, ist nicht für euch, ihr Blinden!“ – Und die Gesellschaft zog sich wieder zurück.


Die göttliche, alle Philosophie beschämende Weisheit des hl. Kindes.

Auszug aus Kindheit Jesu, empfangen duch Jakob Lorber


55. Kapitel
Das Gastmahl in Josephs Landhaus. Marias Demut und Liebesstreit mit Cyrenius.
Die göttliche, alle Philosophie beschämende Weisheit des hl. Kindes.

Die Mahlzeit war bereitet, und die Gäste, die da geladen waren, kamen auch herbei; und der Cyrenius, bisher noch immer das Kindlein lockend, das mit ihm spielte und ihn auch liebkosete, gab der Maria wieder das Kindlein und gab das Zeichen zum Essen. Alles setzte sich zum reinen Tische; aber Maria, da sie keine stattlichen Kleider hatte, ging mit dem Kindlein in ein Seitengemach und setzte sich zum Tische der Söhne Josephs. Es merkte aber solches sobald der Cyrenius, eilte selbst der lieben Mutter nach und sprach: O du allerliebste Mutter dieses meines Lebens, was willst du denn tun? An dir und an deinem Kinde ist mir ja am meisten gelegen; du bist die Königin unserer Gesellschaft, und gerade du möchtest nicht teilnehmen an meinem Freudenmahle, das ich gerade deinetwegen hier veranstalten ließ!? O siehe, das geht durchaus nicht an! Komme daher nur geschwind herein ins große Gemach und setze dich an meiner Rechten, – und neben mir zur Linken sitzet dein Gemahl!“
Maria aber sprach: „O siehe, du lieber Herr, ich habe ja gar ärmliche Kleider; wie werden sich diese an deiner so glänzenden Seite ausnehmen!?"
Cyrenius aber sprach: „O du liebe Mutter! – So dich meine goldnen Kleider, die für mich gar keinen Wert haben, beirren sollten, da möchte ich sie sogleich von mir werfen und dafür einen allergemeinsten Matrosenrock anziehen, um dich nur bei meiner Tafel nicht zu missen!" Da die Maria von der großen Herablassung des Cyrenius überzeugt war, so kehrte sie um und setzte sich also neben den Cyrenius zur Tafel mit dem Kinde auf ihren Armen.
Als sie nun alle am Tische saßen, da sah das Kindlein fortwährend den Cyrenius lächelnd an; und der Cyrenius konnte auch vor lauter Liebe zu diesem Kinde seine Augen nicht abwenden von Ihm. Eine kurze Zeit hielt er es aus; aber dann wurde seine Liebe zum Kinde zu mächtig, und er fragte den lieben Kleinen: „Gelt, Du mein Leben, Du möchtest wieder zu mir auf meine Arme?" Und das Kindlein lächelte den Cyrenius gar lieblich an und sprach wieder sehr deutlich: „O mein geliebter Cyrenius! – zu dir gehe Ich sehr gerne, weil du Mich so lieb hast! – darum habe auch Ich dich so lieb!" Und sogleich streckte der Cyrenius seine Arme nach dem Kinde aus und nahm Es zu sich und kosete Es inbrünstigst. Maria aber sprach scherzend zum Kindlein: „Mache aber den Herrn Cyrenius ja nicht irgend schmutzig!" Und der Cyrenius aber sprach in hoher Rührung: „O liebe Mutter! Ich möchte wohl wünschen, daß ich so rein wäre, dieses Kind würdig auf meinen Armen zu tragen! Dies Kind kann mich nur reinigen, aber nimmer beschmutzen!" Hier wandte er sich wieder zum Kinde und sprach: „Mein Kindlein, gelt ja, ich bin wohl noch sehr unrein, sehr unwürdig, Dich zu tragen?" Das Kindlein aber sprach abermals deutlich: „Cyrenius, wer Mich liebt wie du, der ist rein, und Ich liebe ihn, wie er Mich liebt!"[JJ.01_055,21] Und der Cyrenius fragte das Kindlein ganz entzückt weiter, sagend: „Aber wie kommt es, Du mein Kindlein, daß Du, noch kaum etliche Monate alt, schon so vernünftig und deutlich sprichst? Hat Dich Deine liebe Mutter das gelehrt?" Das Kindlein aber, gar sanft lächelnd, richtete Sich auf den Armen des Cyrenius ganz gerade auf und sprach wie ein kleiner Herr: „Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und auf das Erlernen an, sondern was für einen Geist man hat! – Lernen muß nur der Leib und die Seele; aber der Geist hat schon alles in sich aus Gott! Ich aber habe den rechten Geist vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann Ich auch schon so frühe reden!" Diese Antwort brachte den Cyrenius, wie auch die ganze andere Gesellschaft, völlig außer sich vor Verwunderung, und der Oberste selbst sagte: „Beim Zeus, dieses Kind beschämt schon jetzt mit dieser Antwort alle unsere Weisen! Was ist da Plato, Sokrates und hundert andere Weise mehr! Was aber wird dieses Kind erst leisten im Mannesalter?" – Und der Cyrenius sprach: „Sicher mehr als alle unsere Weisen samt allen unseren Göttern!"
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Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts / Buch: Kindheit Jesu ....
« Letzter Beitrag von Ruth am Oktober 18, 2017, 07:58:00 Vormittag »
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

B.D. 245 empfangen am 2.1.1938

Buch: Kindheit Jesu ....

Dem Herrn des Himmels und der Erde sei Dank, Der eines jeden Schicksal lenkt .... und in Seinem Auftrag wurde dir übermittelt, auf daß die Liebe zum Heiland dich erfüllen soll .... auf daß dein Gebet Erhörung findet ....

In der Liebe zum Heiland soll sich innig verbinden dein Herz mit allem Geistigen. Es wird alles in dir zum Leben erwachen, wofür du jetzt noch nicht empfänglich warst, und erkennen wirst du nun erst die tiefe Liebe des Herrn und Heilands, und noch demütiger wirst du dich beugen Seinem Willen .... Durch deine Hingabe konnte der Herr in dein Herz einziehen, doch um Ihm dieses so zu bereiten, wie es Seiner Göttlichkeit würdig ist, mußt du erst in heiliger Liebe zu Ihm entflammen ....

Mein Kind, ein jedes Wort, das Er dir sendet, gibt Seine große Liebe kund .... doch will Er auch deine Liebe besitzen und legt sie dir nun tief in dein Herz, denn du wirst die Worte hinnehmen, die Gott zum Segen euch gegeben .... und helles Licht werden sie in dir entfachen .... die Flamme der Liebe wird entzündet werden und aufflammen zu hellem Schein, und bald wird das Feuer der Liebe zum Heiland dein ganzes Herz durchströmen und dich so glücklich machen, denn in Seligkeit wirst du wandeln mit dieser heiligen Liebe im Herzen, und dann erst wird die Liebe zu Ihm all dein Handeln leiten, und tausendfach wirst du gesegnet sein auf Erden. Alle Gabe wird dir der Herr verleihen, auf daß du ausführest auf Erden, was der Herr bestimmt hat .... so dich die Liebe zum Heiland dazu anleitet ....

So vertiefe dich in das Buch, das der Herr aus Liebe gab, um wieder Liebe zu erwecken .... und so siehe in jedem Geschehen eine Fügung Gottes, und so ihr euch willig Seiner Führung anvertraut, werdet ihr immer nur Segen ernten. Lobe den Herrn, denn Seine Güte währt ewiglich!

Amen

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Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not!“

Auszug aus:
Jugend Jesu Kapitel 16, empfangen durch Jakob Lorber
Die Erscheinungen bei der Höhle. Das Traumgesicht der Wehmutter und ihre
prophetischen Worte. Die Wehmutter bei Maria und dem Kinde. Salomes, ihrer Schwester, Zweifel an der Jungfräulichkeit Mariens.


[JJ.01_016,01] Und das Weib willigte ein und folgte dem Joseph hin zur Höhle; da sie aber zur Höhle kamen, da verhüllte sich dieselbe plötzlich in eine dichte weiße Wolke, daß sie nicht den Eingang finden mochten.

[JJ.01_016,02] Ob dieser Erscheinung fing sich die Wehmutter hoch zu verwundern an und sprach zu Joseph:

[JJ.01_016,03] „Großes ist widerfahren am heutigen Tage meiner Seele! – Ich habe heute morgen ein großwunderbarstes Gesicht gehabt, in dem alles sich also gestaltete, wie ich es jetzt in der Wirklichkeit gesehen habe, noch sehe und noch mehr sehen werde!

[JJ.01_016,04] Du bist derselbe Mann, der mir im Gesichte entgegenkam; also sah ich auch zuvor alle Welt ruhen mitten in ihrem Geschäfte und sah die Höhle, wie eine Wolke über sie kam, und habe mit dir geredet, wie ich nun geredet habe.

[JJ.01_016,05] Und ich sah noch mehreres Wunderbarstes in der Höhle, als mir meine Schwester Salome nachkam, der ich allein mein Gesicht am Morgen anvertraute!

[JJ.01_016,06] Darum sage ich denn nun auch vor dir und vor Gott, meinem Herrn: Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not!“

[JJ.01_016,07] Nach diesen Worten der Wehmutter wich sobald die Wolke von der Höhle zurück, und ein gewaltiges Licht drang aus der Höhle der Wehmutter und dem Joseph entgegen – so, daß es die Augen nicht zu ertragen imstande waren, und die Wehmutter sprach: „Wahr ist also alles, was ich gesehen habe im Gesichte! –  O Mann! du Glücklicher, hier ist mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!“ –

[JJ.01_016,08] Nach diesen Worten aber fing das starke Licht an, nach und nach erträglicher zu werden, und das Kindlein ward sichtbar, wie es gerade zum ersten Male die Brust der Mutter nahm.

[JJ.01_016,09] Die Wehmutter aber trat mit Joseph nun in die Höhle, besah das Kindlein und dessen Mutter, und als sie alles auf das herrlichste gelöset fand, sagte sie:

[JJ.01_016,10]  Wahrlich, wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird!

[JJ.01_016,11] Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum gebornes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!?

[JJ.01_016,12] Das bezeuget ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetze!

[JJ.01_016,13] Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau, es ist alles in der größten Ordnung; darum lasse mich aus der Höhle treten, denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die zu heilige Nähe meines und deines Gottes und Herrn zu ertragen!“

[JJ.01_016,14] Joseph erschrak völlig über diese Worte der Wehmutter. – Sie aber eilte aus der Höhle ins Freie.

[JJ.01_016,15] Als sie aber aus der Höhle trat, da traf sie draußen ihre Schwester Salome, welche ihr ob des bewußten Gesichtes nachgefolgt ist, und sprach sogleich zu ihr:

[JJ.01_016,16] „Salome, Salome! komme und sehe mein Morgengesicht in der Wirklichkeit bestätigt! – Die Jungfrau hat in der Fülle der Wahrheit geboren, was die menschliche Weisheit und Natur nimmer zu fassen vermag!“

[JJ.01_016,17] Die Salome aber sprach: „So wahr Gott lebt, kann ich eher nicht glauben, daß eine Jungfrau geboren habe, als bis ich sie werde mit meiner Hand untersucht haben!“

9
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Denn es kam das ewige Licht Selbst zur Erde, Es leuchtete in die Finsternis ....
BD. 5835 empfangen am 24.u.25.12.1953

Kindlein Jesus ....
Weihnachten

Es ist euch Menschen der Heiland geboren worden, der Retter, Der aus der Höhe herniederstieg, um euch zu erlösen, um euch das Heil zu bringen. Ihr Menschen waret in größter Not, denn ihr waret gefesselt vom Satan, ihr waret in seiner Macht und hattet nicht die Willenskraft, euch daraus frei zu machen .... Ihr waret krank an euren Seelen, und es mußte zu euch ein Arzt kommen, der euch heilte; es mußte ein starker Retter kommen, der euch befreite ....Es mußte Einer kommen, Der euch den Frieden brachte .... Das Heil kam zur Erde in einem Kindlein, Das mitten unter euch Menschen geboren wurde, Das in größter Armut, in einem Stalle zur Welt kam. Doch Seine Geburt allein schon bewies Seine göttliche Herkunft, Seine ungewöhnliche Bestimmung und Seine übergroße Liebe zu den Menschen, denn es leuchtete ein überhelles Licht über dem Kindlein, und dieses Licht fiel in die Herzen derer, die es schauen durften und seine göttliche Sendung erkannten. Denn es kam das ewige Licht Selbst zur Erde, Es leuchtete in die Finsternis, von der die ganze Erde überschattet war ....

Die ewige Liebe Selbst hatte Sich in dem Kindlein Jesus verkörpert, und der Liebestrahl leuchtete hell in der bedeutsamen Nacht, da das Knäblein Jesus zur Welt gebracht wurde. Und die Menschheit hätte jubeln und jauchzen müssen über das Erbarmungswerk der ewigen Liebe, zur Erde herabzusteigen und Licht in die Finsternis zu bringen. Die Menschheit aber hielt die Augen geschlossen, um das Licht nicht sehen zu brauchen, bis auf wenige, die um ihren Retter wußten und um Hilfe riefen, die nach einem Retter schrien, die sich dem Licht von oben freudig öffneten .... (25.12.1953) Und diesen kam die ewige Liebe zu Hilfe, und es erfüllte sich, was durch Seher und Propheten lange Zeit zuvor verkündet wurde ....

Es kam der Messias in die Welt, der Lichtbringer .... der Sohn Gottes stieg zur Erde, Der die Welt erlösen wollte von den Sünden, denn die Menschheit erbarmte Ihn, die leidgebeugt unter der Last der Sünde fast zusammenbrach, die sich nicht wehren konnte gegen die Fesselung durch den Gegner Gottes und die sich stets mehr und mehr in die Tiefe verirrte, die alles tat, was der Feind der Seele wollte, weil sie zu schwach war, um Widerstand zu leisten .... die ihre Sündenlast dadurch nur vergrößerte, aber nimmermehr frei werden konnte von ihr .... Der Sohn Gottes stieg zur Erde .... Ein höchstes Lichtwesen aus Gott, Das um die Not des Gefallenen wußte, erbot Sich zum Tragen der endlos großen Schuld für die Menschheit und zur Tilgung durch einen Opfergang auf Erden als Mensch, durch ein qualvolles Leiden und Sterben am Kreuz .... Dieses Lichtwesen nahm Wohnung in dem Kindlein Jesus, um Seine Mission zu erfüllen, die Menschheit zu erlösen von der Sünde und ihren Folgen .... Und hellstes Licht erstrahlte, als das Knäblein geboren war, ein Licht, das alle herbeirief, die guten Willens waren, die auf ihren Messias warteten und die inständig beteten zu Gott in ihrer Not.

Es war ein Gnadenakt von unvorstellbarer Bedeutung, denn das ganze Weltall nahm daran teil .... Himmel und Erde berührten sich mit dem Moment der Geburt Jesu .... die Brücke wurde geschlagen von einem Reiche zum anderen .... dem Gegner Gottes wurde der Kampf angesagt von dem Menschen Jesus, den Dieser auch siegreich bestand. Denn Er kämpfte für Gott und mit Gott, Der Ihn zur Erde gesandt hatte und in Ihm Wohnung nahm, Der Ihn ganz erfüllte .... also Gott Selbst Sich manifestierte, weil Er als die ewige Liebe Besitz ergreifen konnte von einem Menschen, Der in Sich die Liebe zur höchsten Entfaltung brachte .... Der Sich gestaltete zu einem Gefäß des göttlichen Geistes, zur Hülle der ewigen Gottheit

Er konnte mit Recht sagen: "Der Vater und Ich sind eins.“ Er brachte den Menschen Rettung, Er brachte ihnen das Licht, Er brachte ihren Seelen das Heil, denn (Er, d. Hg.) besiegte durch Seinen Kreuzestod den, der die Seelen in der Tiefe behalten wollte und von dem sich die Menschen allein nicht lösen konnten .... Er wurde ihr Erlöser, ihr Retter aus Sünde und Tod ....

Amen

10
Philipper 3,7 bis 21

Sehnsucht nach voller Gemeinschaft mit Christus

Doch was mir damals ein Gewinn war, das habe ich um Christi Willen als Verlust erkannt.
Ja noch mehr: ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen
und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt.
Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen.
So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.
Das wollen wir bedenken, wir Vollkommenen. Und wenn ihr anders über etwas denkt, wird Gott euch auch das offenbaren.
Nur müssen wir festhalten, was wir erreicht haben.
Ahmt auch ihr mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt.
Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche - leben als Feinde des Kreuzes Christi.
Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.
Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,
der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.



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