*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts / Kindheit Jesu ....
« Letzter Beitrag von Ruth am Heute um 08:07:39 Vormittag »
Auszug aus: Kindheit Jesu, empfangen duch Jakob Lorber

188. Kapitel
Cyrenius beteuert seine Liebe zum Herrn. Die Prüfung: Tullias Tod. Des Cyrenius tiefe Trauer.
Der gerechte Tadel des enttäuschten Kindleins und seine Wirkung aufCyrenius.


Als der Cyrenius aber diese Erdkugel abermals mit großer Aufmerksamkeit betrachtete, da verlangte das Kindlein freigestellt zu werden, um auf dem Hügel ein wenig hin und her zu hüpfen. Und Cyrenius setzte Es gar sanft auf die Erde und sprach: „O Du mein Leben, Du mein Heil, Du mein Alles! Nur von meinen Händen gebe ich Dich leiblich frei; aber nimmer, nimmer aus meinem Herzen; denn da lebst Du nunmehr ganz allein, – ja Du ganz allein bist meine Liebe!
Wahrlich, so ich nur Dich, o Du mein Heiland, habe, dann ist mir die ganze Welt mit allen ihren Schätzen nichtiger als das Nichts selbst!“Hier stand das Kindlein auf, wandte sich wieder zum Cyrenius und sprach zu ihm: „Ich muß denn doch wieder bei dir verbleiben, obschon Ich recht gerne ein wenig herumhüpfen möchte, weil du Mich gar so lieb hast! Hättest du fortwährend deine kleine Erde beschaut, siehe, da wäre Mir bei dir zu sein wohl ein wenig langweilig geworden; aber da du dein Herz wie alle deine Aufmerksamkeit wieder völlig Mir zugewandt hast, da muß Ich bei dir verbleiben und kann Mich nicht trennen von dir! Aber höre du, Mein lieber Cyrenius! Was wird denn dein Weib dazu sagen, wenn sie sicher vernommen hat, daß du Mich ganz allein nur liebst?“ Und der Cyrenius sprach: „Herr, wenn ich nur Dich habe, was frage ich da um mein Weib und um die ganze Welt! – Siehe, das alles ist mir um die leichteste Münze feil! O Du mein Jesus, welche Seligkeit kann größer wohl sein als allein die nur: Dich über alles zu lieben und von Dir wiedergeliebt zu werden! Darum möchte ich eher die Tullia verachten wie einen Heuschreckenzug, bevor ich nur um ein Haarbreit von der Liebe zu Dir weichen möchte!“

Das Kindlein aber sprach: „Cyrenius, so Ich dich aber darob ein wenig prüfete, denkst du wohl, daß du da beständig verbleiben möchtest?“ Und der Cyrenius sprach: „Nach meinem gegenwärtigen Gefühle dürftest Du wohl die Erde unter meinen Füßen zerstäuben und mir die Tullia tausendfach nehmen, so es möglich wäre, so würde ich aber dennoch in meiner gleichen Liebe zu Dir verbleiben!“ Hier sank plötzlich die Tullia wie vom Schlage gerührt zu Boden und ward völlig tot.

Alle Anwesenden erschraken heftig. Man brachte sogleich wohlgegorenen Zitronensaft und frisches Wasser und labte sie; aber es war alle Mühe vergeblich, denn die Tullia war völlig tot. Als der Cyrenius aber sah, daß die Tullia ernstlich tot war, da verhüllte er sein Angesicht und fing an, sehr traurig zu werden. Nun aber fragte das Kindlein den traurigen Cyrenius: „Cyrenius! Wie kommst du Mir nun vor? Siehe, noch ist die Erde ganz, und dein Weib ist noch lange nicht tausend Male getötet, wie du's verlangtest, – und du trauerst, als hättest du alles in der Welt verloren! Hast du Mich nun nicht gleich wie ehedem, der Ich dir doch alles war?! –

Wie magst du nun trauern gar so sehr?“ Hier seufzte der Cyrenius tief auf und sprach gar kläglich: „O Herr! Ich wußte es ja nicht, wie teuer mir die Tullia war, solange ich sie hatte; ihr Verlust erst zeigte mir nun ihren Wert! Darum trauere ich – und werde trauern wohl mein Leben lang um sie, die mir eine so edle und treue Gehilfin war!“

Da seufzte das Kindlein tief auf und sprach: „O ihr wetterwendischen Menschen! Wie wenig Beständigkeit wohnet in eurem Herzen! Wenn ihr schon also seid in Meiner Gegenwart, was werdet ihr dann erst sein, so Ich nicht unter euch sein werde?!

Cyrenius! Was war Ich dir vor einigen Minuten, – und was bin Ich dir jetzt?
Dein Angesicht verhüllest du vor Mir wie vor der Welt, und dein Herz ist so voll Traurigkeit, daß du kaum vernehmen magst Meine Stimme! Ich aber sage dir: Wahrlich, also bist du Meiner noch nicht wert! Denn wer noch sein Weib mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert, da Ich doch mehr bin als ein Weib, geschaffen durch Meine Macht! Ich sage dir, berate dich in der Zukunft besser, sonst wirst du auf dieser Welt Mein Angesicht nimmer erschauen!“
Darauf ging das Kindlein zum Joseph hin und sagte zu ihm: „Joseph! Lasse die Tote ins Kämmerlein bringen und sie legen auf ein Totengerüst!“
Joseph aber sagte: „Mein Söhnchen, wird sie nimmer lebend?“

Und das Kindlein sprach: „Frage Mich nicht darum; denn nun ist noch lange nicht Meine Zeit, sondern tue, wie Ich dir sagte! Siehe, das Weib ward eifersüchtig auf Mich, als Mir Cyrenius seine Liebe gestand; diese Eifersucht und dieser Liebeneid hat sie so schnell getötet! Darum frage Mich nicht weiter, sondern lasse sie ins Kämmerlein aufs Gerüst bringen; denn sie ist wirklich tot!“

Joseph ließ darauf sogleich die Leiche ins Haus tragen und bereiten in einem Seitenkämmerlein ein Gerüst und dann die Leiche legen darauf. Alles ging nun zu Cyrenius hin und tröstete ihn ob diesem plötzlichen Verluste seines Weibes. Cyrenius aber enthüllte bald wieder sein Gesicht, richtete sich auf wie ein rechter Held und sprach: „O liebe Freunde, tröstet mich nicht vergeblich; denn ich habe meinen Trost schon gefunden in meinem eigenen Herzen, und einen besseren könnet ihr mir wohl nicht geben! Sehet, hier hat der Herr mir ja wunderbar dies edle Weib gegeben, und hier hat Er sie mir wieder genommen; denn Er allein ist ja der Herr über alles Leben! Ihm sei darum auch alles aufgeopfert, und Sein heiliger Name sei darum ewig gelobt und gepriesen!

Es ist zwar ein harter Schlag auf mein fleischig Herz; aber ich empfinde ihn nun auch um so belebender für meinen Geist! Denn dadurch hat der Herr mich frei gemacht, und ich gehöre nun ganz, aller irdischen Bande ledig, Ihm allein zu, und Er allein ist nun der heilige Einwohner meines Herzens! Darum tröstet mich nicht; Er ist allein ja mein Trost für ewig!“ Hier kam das Kindlein wieder zum Cyrenius und sagte zu ihm: „Amen! – Also sei es für ewig! Wie ein Hauch werden diese Erdenjahre vergehen, in denen wir noch hier wirken werden; dann aber wirst du dort sein, wo Ich sein werde ewig unter denen, die Mich lieben werden dir gleich! – Also sei es ewig, ewig, ewig!“ – – –
Cyrenius aber ist ein Erstling, den Meine Liebe geweckt hat



Auszug aus:
Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber


189. Kapitel
Joseph lädt den Cyrenius zum Mahle. Des Cyrenius Absage unter Hinweis auf seine Sättigung durch den Herrn. Des Kindleins Lob über Cyrenius.


Es kamen aber nun auch die Söhne Josephs und zeigten an, daß das Mahl bereitet sei.
Und der Joseph ging hin zum Cyrenius und zeigte ihm, der sich eben mit dem Kindlein wieder vollauf beschäftigte, solches an und fragte ihn, ob er vor Traurigkeit wohl eine Speise werde zu sich nehmen können. Und der Cyrenius sprach: „O mein erhabener Bruder, meinst du denn, daß ich irgend einen Hunger habe? Da sieh einmal her! Wie kann man hungrig wohl werden in der Gesellschaft Dessen, durch den in jedem Augenblicke Myriaden und Myriaden gesättiget werden!? Was aber meine von dir vermeinte Traurigkeit betrifft, da sage ich aus der Fülle meiner Liebe zu Dem, der dich und mich erschuf: Wie sollte ich trauern wohl in der Gesellschaft meines und deines Herrn?!

Siehe, da du ein Weizenkorn in die Erde streuest, das da in ihr verfault, da läßt Er hundert an die Stelle des einen treten! Also ist es ja auch hier der Fall: wo der Herr eines nimmt, da gibt Er bald tausend dafür! Mir hat Er wohl die eifersüchtige Tullia genommen, dafür aber hat Er Sich mir Selbst gegeben! O Bruder, welch ein unendlicher Ersatz ist das für meinen so geringen Verlust! Anstatt meines Weibes darf ich nun Ihn in meinem Herzen ewig mein nennen! O Bruder, wie sollte ich da wohl noch um die Tullia trauern können?!“

Hier sprach Joseph: „O Bruder! Du bist groß geworden vor dem Herrn; wahrlich, du bist ein Heide gewesen – und bist nun besser denn viele Israeliten! Ja, ich selbst muß es vor dir bekennen: Dein Herz und dein Mund beschämet hoch mich selbst; denn eine solche Ergebung in den Willen des Herrn habe ich an mir selbst noch nicht erlebt!“ Hier richtete Sich das Kindlein auf und sprach: „Joseph! Ich weiß, warum Ich dich erwählte; doch größer warst du noch nie vor Mir als eben jetzt, da du deine Schwäche vor einem Heiden bekennest! Ich aber sage dir, da du dem Cyrenius schon das Zeugnis gabst, daß er besser ist als viele Israeliten: Cyrenius ist hier mehr als Abraham, Isaak und Jakob, und mehr als Moses und die Propheten, und mehr als David und Salomo! Denn deren Taten waren gerecht durch den Glauben und durch große Gottesfurcht in ihren Herzen; Cyrenius aber ist ein Erstling, den Meine Liebe geweckt hat; und das ist mehr als der gesamte alte Bund, der tot war, während Cyrenius nun ganz lebendig ist! Du kennst des Tempels Herrlichkeit in Jerusalem; er ist ein Werk Salomonischer Weisheit. Aber dieser Tempel ist tot wie sein Werkmeister, der Mich den Weibern opferte!

Cyrenius aber hat in seinem Herzen mit großer Selbstverleugnung Mir nun einen neuen, lebendigen Tempel erbaut, in dem Ich wohnen werde ewiglich; und das ist mehr denn alle Weisheit Salomons!“ Hier fing Cyrenius an zu weinen vor Seligkeit, und Joseph wie die Maria zeichneten sich diese Worte tief in ihre Herzen; denn sie waren voll Kraft und voll Leben.



2
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Das Grundevangelium von der Menschwerdung

Auszug aus Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber


236. Kapitel – Eine häusliche Küchenszene und deren ernste Folgen. Das Grundevangelium von der Menschwerdung.

Beim Verzehren des Fisches aber fragte das Kindlein den Jonatha, sagend:
„Jonatha, ist das wohl die beste Gattung der Fische?
Denn Ich sage dir, daß Mir dieser Fisch gar nicht wohlschmecket!
Fürs erste ist er zäh und fürs zweite so trocken wie Stroh.
Fürwahr, das muß keine gute Fischgattung sein, was sich auch daraus erkennen läßt, daß er gar so viele lästige Gräten hat!“
Und der Jonatha erwiderte: „Ja, Du mein Herr und mein Gott! Es ist fürwahr
die leichteste Fischgattung!
O hätte doch der Joseph mir früher etwas gesagt, da wäre ich ja gerne zehn
Male für einmal hin und her gelaufen und hätte für Dich den allerbesten Fisch geholt!“
Hier war der Joseph selbst etwas ärgerlich über seine Söhne, darum sie seinen
Tisch so übel bestellt hatten.
Das Kindlein aber sprach: „Joseph, ärgern dürfen wir uns deshalb gerade nicht; aber sonderbar bleibt das immer von Meinen Brüdern, daß sie in der Küche für sich das Beste behalten, uns aber gerade aus allem das Schlechteste auftischen.
Es sei ihnen zwar alles gesegnet; aber schön und löblich ist das von ihnen
nicht! –
Siehe, du hast Mir wohl das beste Stück vom Fische gegeben; aber dennoch
vermag Ich es nicht wegzuessen, obschon Ich noch recht hungrig bin, –
und das ist doch ein sicheres Zeichen, daß der Fisch schlecht ist!
Da – verkoste dies Stückchen, und du wirst dich überzeugen, daß Ich recht habe!“

Hier kostete der Joseph den Fisch und fand die Aussage des Kindleins
vollkommen bestätigt.

Da stand er aber auch sogleich auf und ging in die Küche und fand da, wie
sich die vier Söhne mit einem edlen Thunfisch gütlich taten.
Da war es aber auch aus beim Joseph, und er fing die vier Köche ganz
gewaltig zu putzen an.
Diese aber sprachen: „Vater! – siehe, wir müssen alle schwere Arbeit
verrichten, warum sollen wir da manchmal nicht auch ein besseres Stückchen verzehren als die, welche nicht arbeiten?!
Zudem ist der Fisch ja auch nicht schlecht, den wir auf deinen Tisch gegeben haben.
Das Kindlein aber, weil Es von euch zu verzärtelt ist, ist nur manchmal zu voll Kapricen, und da ist Ihm dann nichts recht und gut genug!“
Da ward Joseph zornig und sprach: „Gut, weil ihr mir mit solcher Rede begegnetet, so werdet ihr von nun an nimmer für meinen Tisch Speisen bereiten! Maria wird von jetzt an mein Koch sein, ihr aber möget für euch kochen, was ihr wollt; aber an meinem Tische solle keiner aus euch je gesehen werden!“
Hier verließ Joseph die vier Köche und kam ganz erregt durch eine kleine
Seitentüre zu seiner Tischgesellschaft zurück.
Da ward das Kindlein traurig und fing an völlig zu weinen und schluchzte recht gewaltig.
Da fragten Es sogleich Maria, Joseph und der Jakob mit ängstlicher Gebärde,
was Ihm fehle, ob Es irgendeinen Schmerz empfinde – oder was es denn doch sei, darum Es nun gar so plötzlich also traurig und leidig geworden sei?
Das Kindlein aber seufzte tief auf und sprach in einem sehr wehmütigen Tone zum Joseph: „Joseph! – Ist es denn gar so süß, den Armen und Schwachen die eigene Herrlichkeit zu zeigen und sie eines geringen Vergehens wegen völlig zu richten?! Siehe doch einmal Mich an, wie viele gar entsetzlich schlechte Köche habe Ich in der Welt, die Mich als einen Vater aller Väter schon lange völlig hätten verhungern lassen, so solches an Mir möglich wäre!
Ich sage dir, Köche, die von Mir nichts mehr wissen und auch nichts mehr
wissen und hören wollen!
Und siehe, Ich gehe dennoch nicht hinaus, um sie zu richten in Meinem gerechten Zorne!
Ist es denn gar so süß, ein Herr zu sein? – Siehe, Ich bin der alleinige Herr der
Unendlichkeit, und außer Mir ist ewig keiner mehr!
Und siehe, Ich euer aller Schöpfer und Vater wollte vor euch ein schwaches
Menschenkind werden mit allem Zurückhalte Meiner ewigen und unendlichen göttlichen Herrlichkeit, auf daß ihr durch dieses über alles demütige Beispiel an eurem alten Herrschgeist einen Ekel bekommen sollet!
Aber nein! Gerade in dieser Zeit aller Zeiten, in der Sich der Herr aller
Herrlichkeit unter alle Menschen erniedrigt hat, um sie alle in solcher Seiner Niedrigkeit zu gewinnen, wollen die Menschen am meisten Herren sein und herrschen!
Ich weiß es wohl, daß du vorzüglich Meinetwegen die vier Köche gerichtet
hast; aber so du Mich als den Herrn erkennst, warum hast du Mir denn da
vorgegriffen?
Siehe, wir alle sind darum noch nicht unglücklich, darum wir mit einem mageren Fische bedient worden sind; denn wir können uns ja sogleich einen besseren
zubereiten lassen!
Die vier Brüder aber sind nun die unglücklichsten Geschöpfe auf der Welt,
darum du als Vater sie gerichtet hast; und siehe, das ist keine gerechte Strafe auf ein so geringes Vergehen!
Was wäret ihr Menschen wohl, so Ich mit euch täte, wie ihr es miteinander tut,
wenn Ich so kurzmütig und ungeduldig wäre, wie ihr es seid?!
Du weißt es nicht, warum wir diesmal so karg bedient worden sind; Ich aber weiß es.
Darum sage Ich dir, gehe hin und rufe zurück dein Urteil, und der Jakob wird
dir dann den Grund dieser schlechten Mahlzeit kundgeben!“
Hier ging der Joseph und berief die vier Söhne, auf daß sie vor ihm bekenneten ihren Fehl und er es ihnen dann vergebe.


237. Kapitel –
Demütige und herzliche Rede der vier Brüder an das beschimpfte Kindlein.
Dessen göttliche Antwort an Seine Brüder.


Und die vier Söhne Josephs kamen sobald in das Speisezimmer des Joseph,
fielen da auch sogleich auf ihre Knie nieder, bekannten ihre Schuld und baten dann den alten Vater Joseph um Vergebung. Joseph vergab ihnen darauf und nahm sein Urteil zurück.
Darauf aber sagte er zu den vieren: „Ich habe es euch wohl vergeben;
aber ich war auch dabei der von euch am wenigsten Beleidigte.
Aber hier ist das Kindlein, von dem ihr mir zum größten Ärger aussagtet,
Es sei ganz verzärtelt und sei darum manchmal voll Kapricen, da Ihm dann
nichts recht und gut genug wäre. Dadurch habt ihr Es gröblichst beschimpft!
Gehet hin und bittet Es vorzugsweise um Vergebung, sonst kann es euch übel
ergehen!“ Darauf gingen die vier hin vor das Kindlein und sprachen vor Ihm:
„O Du unser liebes Brüderchen! Siehe, wir haben Dich ungerecht beschimpft
vor unserem Vater, und haben dadurch ihn gröblichst erzürnt, daß er uns darob nahe fluchen mußte. Gar grob haben wir uns an Dir und dem guten Vater Joseph versündigt.

O wirst Du, liebes Brüderchen, uns wohl je solche unsere grobe Sünde
vergeben können? – Wirst Du uns wieder zu Deinen Brüdern erheben?“
Hier lächelte das Kindlein die vier Bittenden gar überaus freundlich an,
streckte Seine zarten Arme aus und sprach mit Tränen in Seinen göttlichen Augen:

„O stehet auf, ihr Meine lieben Brüder, und kommet her, auf daß Ich euch
küsse und segne! Denn wahrlich, wer so wie ihr zu Mir kommt, dem solle vergeben sein und hätte  er der Sünden mehr, denn da ist des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde!

Wahrlich, wahrlich! – eher noch als diese Erde gegründet war, habe Ich diese
Sünde an euch schon geschaut und habe sie euch auch schon um gar vieles eher vergeben, als ihr noch waret! O ihr Meine lieben Brüder! Seid ja in keiner Angst wegen Meiner; denn Ich habe ja euch alle so sehr lieb, daß Ich wohl aus Liebe zu euch einst sterben werde am Leibe!

Daher habet ja keine Angst vor Mir; denn wahrlich, so ihr Mir auch gefluchet
hättet, da hätte Ich euch aber dennoch nicht gerichtet, sondern hätte geweint  ob der Härte eurer Herzen! Kommet also her, ihr Meine lieben Brüder, auf daß Ich euch segne, darum ihr Mich ein wenig beschimpfet habt!“
Diese endlose Güte des Kindleins brach den vieren das Herz, daß sie weinten
wie kleine Kinder. Auch die andere Tischgesellschaft ward so sehr gerührt, daß sie sich des Weinens nicht enthalten konnte. Das Kindlein aber richtete Sich auf, ging Selbst zu den vieren hin und segnete und küßte sie und sagte dann zu ihnen: „Nun, liebe Brüder, werdet ihr es doch merken, daß Ich euch alles vergeben habe!? – Ich bitte euch aber, gehet nun in die Küche und bringet uns allen einen besseren Fisch! Denn fürwahr, Ich bin noch recht hungrig und kann den Fisch aber dennoch nicht essen, den ihr ehedem für uns bereitet habt!“
Hier erhoben sich sobald die vier, küßten das übergute Kindlein und eilten
dann übergerührt in die Küche und bereiteten in der kürzesten Zeit einen allerbesten Fisch für den Tisch Josephs.

Auszug aus:
Kindheit Jesu, empfangen durch Jakob Lorber, Kapitel 199
Josephs echt menschlich-kurzsichtige Fragen. Des Kindleins Antwort. Die universale Bedeutung der Menschwerdung des Herrn.

Da aber Joseph solches vom Kindlein vernommen hatte, da sprach er:
„O mein Gottsöhnchen! – ich habe Dich in meiner Tiefe wohl verstanden.
Aber ich muß dazu bekennen, daß Du mir da eben keine angenehme Vorsage
gemacht hast!
Denn so nach Dir, wie vor Dir, der größte Teil der Menschen Heiden und
Götzendiener verbleiben werden, wozu ist dann diese Deine Darniederkunft?
Wozu solche Erniedrigung Deiner endlosen ewigen Heiligkeit? Willst Du nur
wenigen helfen? – Warum nicht allen?!“ –
Das Kindlein aber sprach: „O Joseph, du hast ja eine Menge eitler Fragen!
Hast du noch nie den gestirnten Himmel betrachtet? – Siehe, ein jeder Stern,
den du erschaust, ist eine Welt, ist eine Erde, auf der, wie hier, freie Menschen wohnen!

Und zahllose gibt es, die noch keines Sterblichen Auge erspähet hat; und
siehe, diesen allen gilt diese Meine Darniederkunft!
Wie und warum aber, das wirst du einst in Meinem Reiche in größter Klarheit
erschauen!

Darum wundere dich nicht, so Ich über dieser Erde Menschen dir eine solche
Vorsage gemacht habe; denn Ich habe deren ohne Zahl und Ende; und alle diese Zahl- und Endlosen bedürfen dieser Meiner Darniederkunft – und bedürfen deren darum, weil solcher Meine eigene ewige Ordnung bedarf, aus der diese Erde wie
alle andern ohne Zahl und Ende hervorgegangen sind.
Also wird es auf der Erde wohl also zugehen, wie Ich es dir vorausgesagt habe!
Aber darum wird der ewig heilige Zweck dieser Meiner Darniederkunft
dennoch nicht ein vergeblicher sein! –
Denn sieh: Alle die zahllosen Welten, Sonnen und Erden haben ihre Bahnen,
und diese haben eben auch zahl- und endlos verschiedene Richtungen.
Überall sind andere Gesetze und überall eine andere Ordnung;
aber am Ende kommen sie doch alle in der einen – Meiner Grundordnung
zurecht und entsprechen dem einen großen Hauptzwecke wie die Glieder desLeibes und deren Verrichtungen.

Und siehe, also wird es auch mit den Menschen der Erde am Ende sein, und
sie werden dereinst im Geiste dennoch alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt!
Wie und wann aber? – Das bleibt bei Dem, der es dir nun gesagt hat!
Aber es werden zuvor noch viele Winde über den Boden der Erde wehen
müssen und viel Wasser dem Himmel entstürzen und viel Holz verbrannt werden, bis man sagen wird:

Siehe, nun ist eine Herde und ein Hirt, ein Gott und nur ein Mensch aus
Zahllosen, ein Vater und ein Sohn in und aus den Zahl- und Endlosen!“
Ob dieser Rede des Kindleins stiegen dem Cyrenius, dem Jonatha wie dem
Joseph die Haare zu Berge, und der Joseph sprach: „O Kindlein!
Deine Worte werden immer unbegreiflicher, wunderbarer und wahrhaft entsetzlicher! Wer mag deren endlose Tiefe erfassen?! – Darum rede mit uns nach unserem Verständnisse, sonst gehen wir zugrunde unter solcher Tiefe Deiner Rede!“ Das Kindlein aber lächelte und sprach: „Joseph! Siehe, gerade heute bin Ich recht aufgelegt, euch Enthüllungen zu machen, daß ihr alle darob erschaudern sollet! Und ihr sollet daraus in der Fülle ersehen, daß in Mir im Ernste der vollkommene Herr der Ewigkeit zu Hause ist und nun wohnet unter euch! – Und so höret Mich weiter an.

200. Kapitel
Prophetische Enthüllungen des Jesusknäbleins:
Jesu Tod, Seine Versöhnungslehre, Auferstehung und Eröffnung der  Lebenspforte für alle.

Und das Kindlein redete also: „Joseph! – Was wirst denn du sagen, so die Kinder der Welt den Herrn dereinst ergreifen und töten werden mit Hilfe des Satans?
Wenn sie Ihn wie einen Raubmörder ergreifen werden und werden Ihn schleppen vors Weltgericht, da der Geist der Hölle sein Walten hat?
Und dieses wird den Herrn aller Herrlichkeit ans Kreuz heften lassen!
Was sagst denn du dazu?
Wenn mit Ihm geschehen wird, wie die Propheten von Ihm ausgesagt haben,
deren Worte dir wohlbekannt sind! – Was sagst du wohl dazu?“
Als die drei solches vom Kindlein vernommen hatten, da erschraken sie sehr,
und Joseph sprach sehr heftig:
„Mein Jesus, mein Gottsöhnchen, wahrlich, solches geschehe nur Dir nicht!
Die Hand, die sich je an Dir vergreifen würde, solle verflucht sein ewig, und
ihres Trägers Seele solle ewig in der möglichst größten Qual ihren Frevel büßen!“
Und der Cyrenius schlug sich auch samt Jonatha zu der Partei Josephs und
sprach: „Ja, wenn solches je möglich geschehen könnte, für ewig wahr, da will ich von heute an der grausamste Tyrann werden!
Zweimalhunderttausend der geübtesten Krieger stehen unter meinem Befehle;
nur einen Wink kostet es mich, und Tod und Verderben sei aller Welt gebracht!
Ehe ein frecher Teufel von einem Menschen seine Satanshände  an dieses Kind legen solle, eher will ich alle Menschen umbringen lassen auf der ganzen Erde!“
Das Kindlein aber lächelte und sprach: „Dann werden ja aber dennoch deine
Krieger bleiben; wer wird denn dann diese aus der Welt schaffen?
Siehe, Mein lieber Cyrenius, wer da weiß, was er tut, und tut Ungerechtes, so
tut er die Sünde und ist ein Täter des Übels!
Wer aber nicht weiß, was er tut, und tut also Ungerechtes, dem solle es
vergeben sein; denn er wußte es ja nicht, was er tat!
Nur – so jemand wohl wüßte, was er täte, und möchte nicht tun aus sich
Ungerechtes, wenn er aber gezwungen wird, da sträubt er sich nicht und tut Ungerechtes, der ist ein Sklave der Hölle und zieht sich selbst das Gericht auf den Hals!

Die Hölle aber weiß wohl, daß da mit den blinden Werkzeugen besser zu
handeln ist als mit den sehenden; daher hält sie auch fortwährend die Blinden in ihrem Solde, – und eben diese Blinden werden den Herrn der Herrlichkeit ans Kreuz heften! Wie willst du aber einen Blinden strafen darob, so er am Wege mit dem Fuße anstieß und fiel und zerbrach sich Arme und Beine?!
Daher bleibe du mit deiner Macht nur so hübsch fein zu Hause, die viel mehr
Unheil als Heil auf der Erde stiften möchte!

Und sei versichert, daß Der, den die Menschen dem Fleische nach töten werden in ihrer Blindheit, im Geiste und in Seiner Kraft und Macht nicht getötet wird, sondern alsobald wieder erstehen wird aus eigener Kraft und Macht und wird erst dadurch eröffnen aller Kreatur den Weg zum ewigen Leben!“
Der heftige Ton des Cyrenius aber brachte auch die Tullia-Gesellschaft zur
Aufmerksamkeit auf die kleine Gesellschaft.
Das Kindlein aber verwies die Gesellschaft zurück und sprach: „Gehet an eure
Sache; denn was hier vorgeht, ist nicht für euch, ihr Blinden!“ – Und die Gesellschaft zog sich wieder zurück.


Die göttliche, alle Philosophie beschämende Weisheit des hl. Kindes.

Auszug aus Kindheit Jesu, empfangen duch Jakob Lorber


55. Kapitel
Das Gastmahl in Josephs Landhaus. Marias Demut und Liebesstreit mit Cyrenius.
Die göttliche, alle Philosophie beschämende Weisheit des hl. Kindes.

Die Mahlzeit war bereitet, und die Gäste, die da geladen waren, kamen auch herbei; und der Cyrenius, bisher noch immer das Kindlein lockend, das mit ihm spielte und ihn auch liebkosete, gab der Maria wieder das Kindlein und gab das Zeichen zum Essen. Alles setzte sich zum reinen Tische; aber Maria, da sie keine stattlichen Kleider hatte, ging mit dem Kindlein in ein Seitengemach und setzte sich zum Tische der Söhne Josephs. Es merkte aber solches sobald der Cyrenius, eilte selbst der lieben Mutter nach und sprach: O du allerliebste Mutter dieses meines Lebens, was willst du denn tun? An dir und an deinem Kinde ist mir ja am meisten gelegen; du bist die Königin unserer Gesellschaft, und gerade du möchtest nicht teilnehmen an meinem Freudenmahle, das ich gerade deinetwegen hier veranstalten ließ!? O siehe, das geht durchaus nicht an! Komme daher nur geschwind herein ins große Gemach und setze dich an meiner Rechten, – und neben mir zur Linken sitzet dein Gemahl!“
Maria aber sprach: „O siehe, du lieber Herr, ich habe ja gar ärmliche Kleider; wie werden sich diese an deiner so glänzenden Seite ausnehmen!?"
Cyrenius aber sprach: „O du liebe Mutter! – So dich meine goldnen Kleider, die für mich gar keinen Wert haben, beirren sollten, da möchte ich sie sogleich von mir werfen und dafür einen allergemeinsten Matrosenrock anziehen, um dich nur bei meiner Tafel nicht zu missen!" Da die Maria von der großen Herablassung des Cyrenius überzeugt war, so kehrte sie um und setzte sich also neben den Cyrenius zur Tafel mit dem Kinde auf ihren Armen.
Als sie nun alle am Tische saßen, da sah das Kindlein fortwährend den Cyrenius lächelnd an; und der Cyrenius konnte auch vor lauter Liebe zu diesem Kinde seine Augen nicht abwenden von Ihm. Eine kurze Zeit hielt er es aus; aber dann wurde seine Liebe zum Kinde zu mächtig, und er fragte den lieben Kleinen: „Gelt, Du mein Leben, Du möchtest wieder zu mir auf meine Arme?" Und das Kindlein lächelte den Cyrenius gar lieblich an und sprach wieder sehr deutlich: „O mein geliebter Cyrenius! – zu dir gehe Ich sehr gerne, weil du Mich so lieb hast! – darum habe auch Ich dich so lieb!" Und sogleich streckte der Cyrenius seine Arme nach dem Kinde aus und nahm Es zu sich und kosete Es inbrünstigst. Maria aber sprach scherzend zum Kindlein: „Mache aber den Herrn Cyrenius ja nicht irgend schmutzig!" Und der Cyrenius aber sprach in hoher Rührung: „O liebe Mutter! Ich möchte wohl wünschen, daß ich so rein wäre, dieses Kind würdig auf meinen Armen zu tragen! Dies Kind kann mich nur reinigen, aber nimmer beschmutzen!" Hier wandte er sich wieder zum Kinde und sprach: „Mein Kindlein, gelt ja, ich bin wohl noch sehr unrein, sehr unwürdig, Dich zu tragen?" Das Kindlein aber sprach abermals deutlich: „Cyrenius, wer Mich liebt wie du, der ist rein, und Ich liebe ihn, wie er Mich liebt!"[JJ.01_055,21] Und der Cyrenius fragte das Kindlein ganz entzückt weiter, sagend: „Aber wie kommt es, Du mein Kindlein, daß Du, noch kaum etliche Monate alt, schon so vernünftig und deutlich sprichst? Hat Dich Deine liebe Mutter das gelehrt?" Das Kindlein aber, gar sanft lächelnd, richtete Sich auf den Armen des Cyrenius ganz gerade auf und sprach wie ein kleiner Herr: „Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und auf das Erlernen an, sondern was für einen Geist man hat! – Lernen muß nur der Leib und die Seele; aber der Geist hat schon alles in sich aus Gott! Ich aber habe den rechten Geist vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann Ich auch schon so frühe reden!" Diese Antwort brachte den Cyrenius, wie auch die ganze andere Gesellschaft, völlig außer sich vor Verwunderung, und der Oberste selbst sagte: „Beim Zeus, dieses Kind beschämt schon jetzt mit dieser Antwort alle unsere Weisen! Was ist da Plato, Sokrates und hundert andere Weise mehr! Was aber wird dieses Kind erst leisten im Mannesalter?" – Und der Cyrenius sprach: „Sicher mehr als alle unsere Weisen samt allen unseren Göttern!"
3
Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts / Buch: Kindheit Jesu ....
« Letzter Beitrag von Ruth am Heute um 07:58:00 Vormittag »
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

B.D. 245 empfangen am 2.1.1938

Buch: Kindheit Jesu ....

Dem Herrn des Himmels und der Erde sei Dank, Der eines jeden Schicksal lenkt .... und in Seinem Auftrag wurde dir übermittelt, auf daß die Liebe zum Heiland dich erfüllen soll .... auf daß dein Gebet Erhörung findet ....

In der Liebe zum Heiland soll sich innig verbinden dein Herz mit allem Geistigen. Es wird alles in dir zum Leben erwachen, wofür du jetzt noch nicht empfänglich warst, und erkennen wirst du nun erst die tiefe Liebe des Herrn und Heilands, und noch demütiger wirst du dich beugen Seinem Willen .... Durch deine Hingabe konnte der Herr in dein Herz einziehen, doch um Ihm dieses so zu bereiten, wie es Seiner Göttlichkeit würdig ist, mußt du erst in heiliger Liebe zu Ihm entflammen ....

Mein Kind, ein jedes Wort, das Er dir sendet, gibt Seine große Liebe kund .... doch will Er auch deine Liebe besitzen und legt sie dir nun tief in dein Herz, denn du wirst die Worte hinnehmen, die Gott zum Segen euch gegeben .... und helles Licht werden sie in dir entfachen .... die Flamme der Liebe wird entzündet werden und aufflammen zu hellem Schein, und bald wird das Feuer der Liebe zum Heiland dein ganzes Herz durchströmen und dich so glücklich machen, denn in Seligkeit wirst du wandeln mit dieser heiligen Liebe im Herzen, und dann erst wird die Liebe zu Ihm all dein Handeln leiten, und tausendfach wirst du gesegnet sein auf Erden. Alle Gabe wird dir der Herr verleihen, auf daß du ausführest auf Erden, was der Herr bestimmt hat .... so dich die Liebe zum Heiland dazu anleitet ....

So vertiefe dich in das Buch, das der Herr aus Liebe gab, um wieder Liebe zu erwecken .... und so siehe in jedem Geschehen eine Fügung Gottes, und so ihr euch willig Seiner Führung anvertraut, werdet ihr immer nur Segen ernten. Lobe den Herrn, denn Seine Güte währt ewiglich!

Amen

4
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not!“

Auszug aus:
Jugend Jesu Kapitel 16, empfangen durch Jakob Lorber
Die Erscheinungen bei der Höhle. Das Traumgesicht der Wehmutter und ihre
prophetischen Worte. Die Wehmutter bei Maria und dem Kinde. Salomes, ihrer Schwester, Zweifel an der Jungfräulichkeit Mariens.


[JJ.01_016,01] Und das Weib willigte ein und folgte dem Joseph hin zur Höhle; da sie aber zur Höhle kamen, da verhüllte sich dieselbe plötzlich in eine dichte weiße Wolke, daß sie nicht den Eingang finden mochten.

[JJ.01_016,02] Ob dieser Erscheinung fing sich die Wehmutter hoch zu verwundern an und sprach zu Joseph:

[JJ.01_016,03] „Großes ist widerfahren am heutigen Tage meiner Seele! – Ich habe heute morgen ein großwunderbarstes Gesicht gehabt, in dem alles sich also gestaltete, wie ich es jetzt in der Wirklichkeit gesehen habe, noch sehe und noch mehr sehen werde!

[JJ.01_016,04] Du bist derselbe Mann, der mir im Gesichte entgegenkam; also sah ich auch zuvor alle Welt ruhen mitten in ihrem Geschäfte und sah die Höhle, wie eine Wolke über sie kam, und habe mit dir geredet, wie ich nun geredet habe.

[JJ.01_016,05] Und ich sah noch mehreres Wunderbarstes in der Höhle, als mir meine Schwester Salome nachkam, der ich allein mein Gesicht am Morgen anvertraute!

[JJ.01_016,06] Darum sage ich denn nun auch vor dir und vor Gott, meinem Herrn: Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not!“

[JJ.01_016,07] Nach diesen Worten der Wehmutter wich sobald die Wolke von der Höhle zurück, und ein gewaltiges Licht drang aus der Höhle der Wehmutter und dem Joseph entgegen – so, daß es die Augen nicht zu ertragen imstande waren, und die Wehmutter sprach: „Wahr ist also alles, was ich gesehen habe im Gesichte! –  O Mann! du Glücklicher, hier ist mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!“ –

[JJ.01_016,08] Nach diesen Worten aber fing das starke Licht an, nach und nach erträglicher zu werden, und das Kindlein ward sichtbar, wie es gerade zum ersten Male die Brust der Mutter nahm.

[JJ.01_016,09] Die Wehmutter aber trat mit Joseph nun in die Höhle, besah das Kindlein und dessen Mutter, und als sie alles auf das herrlichste gelöset fand, sagte sie:

[JJ.01_016,10]  Wahrlich, wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird!

[JJ.01_016,11] Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum gebornes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!?

[JJ.01_016,12] Das bezeuget ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetze!

[JJ.01_016,13] Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau, es ist alles in der größten Ordnung; darum lasse mich aus der Höhle treten, denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die zu heilige Nähe meines und deines Gottes und Herrn zu ertragen!“

[JJ.01_016,14] Joseph erschrak völlig über diese Worte der Wehmutter. – Sie aber eilte aus der Höhle ins Freie.

[JJ.01_016,15] Als sie aber aus der Höhle trat, da traf sie draußen ihre Schwester Salome, welche ihr ob des bewußten Gesichtes nachgefolgt ist, und sprach sogleich zu ihr:

[JJ.01_016,16] „Salome, Salome! komme und sehe mein Morgengesicht in der Wirklichkeit bestätigt! – Die Jungfrau hat in der Fülle der Wahrheit geboren, was die menschliche Weisheit und Natur nimmer zu fassen vermag!“

[JJ.01_016,17] Die Salome aber sprach: „So wahr Gott lebt, kann ich eher nicht glauben, daß eine Jungfrau geboren habe, als bis ich sie werde mit meiner Hand untersucht haben!“

5
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Denn es kam das ewige Licht Selbst zur Erde, Es leuchtete in die Finsternis ....
BD. 5835 empfangen am 24.u.25.12.1953

Kindlein Jesus ....
Weihnachten

Es ist euch Menschen der Heiland geboren worden, der Retter, Der aus der Höhe herniederstieg, um euch zu erlösen, um euch das Heil zu bringen. Ihr Menschen waret in größter Not, denn ihr waret gefesselt vom Satan, ihr waret in seiner Macht und hattet nicht die Willenskraft, euch daraus frei zu machen .... Ihr waret krank an euren Seelen, und es mußte zu euch ein Arzt kommen, der euch heilte; es mußte ein starker Retter kommen, der euch befreite ....Es mußte Einer kommen, Der euch den Frieden brachte .... Das Heil kam zur Erde in einem Kindlein, Das mitten unter euch Menschen geboren wurde, Das in größter Armut, in einem Stalle zur Welt kam. Doch Seine Geburt allein schon bewies Seine göttliche Herkunft, Seine ungewöhnliche Bestimmung und Seine übergroße Liebe zu den Menschen, denn es leuchtete ein überhelles Licht über dem Kindlein, und dieses Licht fiel in die Herzen derer, die es schauen durften und seine göttliche Sendung erkannten. Denn es kam das ewige Licht Selbst zur Erde, Es leuchtete in die Finsternis, von der die ganze Erde überschattet war ....

Die ewige Liebe Selbst hatte Sich in dem Kindlein Jesus verkörpert, und der Liebestrahl leuchtete hell in der bedeutsamen Nacht, da das Knäblein Jesus zur Welt gebracht wurde. Und die Menschheit hätte jubeln und jauchzen müssen über das Erbarmungswerk der ewigen Liebe, zur Erde herabzusteigen und Licht in die Finsternis zu bringen. Die Menschheit aber hielt die Augen geschlossen, um das Licht nicht sehen zu brauchen, bis auf wenige, die um ihren Retter wußten und um Hilfe riefen, die nach einem Retter schrien, die sich dem Licht von oben freudig öffneten .... (25.12.1953) Und diesen kam die ewige Liebe zu Hilfe, und es erfüllte sich, was durch Seher und Propheten lange Zeit zuvor verkündet wurde ....

Es kam der Messias in die Welt, der Lichtbringer .... der Sohn Gottes stieg zur Erde, Der die Welt erlösen wollte von den Sünden, denn die Menschheit erbarmte Ihn, die leidgebeugt unter der Last der Sünde fast zusammenbrach, die sich nicht wehren konnte gegen die Fesselung durch den Gegner Gottes und die sich stets mehr und mehr in die Tiefe verirrte, die alles tat, was der Feind der Seele wollte, weil sie zu schwach war, um Widerstand zu leisten .... die ihre Sündenlast dadurch nur vergrößerte, aber nimmermehr frei werden konnte von ihr .... Der Sohn Gottes stieg zur Erde .... Ein höchstes Lichtwesen aus Gott, Das um die Not des Gefallenen wußte, erbot Sich zum Tragen der endlos großen Schuld für die Menschheit und zur Tilgung durch einen Opfergang auf Erden als Mensch, durch ein qualvolles Leiden und Sterben am Kreuz .... Dieses Lichtwesen nahm Wohnung in dem Kindlein Jesus, um Seine Mission zu erfüllen, die Menschheit zu erlösen von der Sünde und ihren Folgen .... Und hellstes Licht erstrahlte, als das Knäblein geboren war, ein Licht, das alle herbeirief, die guten Willens waren, die auf ihren Messias warteten und die inständig beteten zu Gott in ihrer Not.

Es war ein Gnadenakt von unvorstellbarer Bedeutung, denn das ganze Weltall nahm daran teil .... Himmel und Erde berührten sich mit dem Moment der Geburt Jesu .... die Brücke wurde geschlagen von einem Reiche zum anderen .... dem Gegner Gottes wurde der Kampf angesagt von dem Menschen Jesus, den Dieser auch siegreich bestand. Denn Er kämpfte für Gott und mit Gott, Der Ihn zur Erde gesandt hatte und in Ihm Wohnung nahm, Der Ihn ganz erfüllte .... also Gott Selbst Sich manifestierte, weil Er als die ewige Liebe Besitz ergreifen konnte von einem Menschen, Der in Sich die Liebe zur höchsten Entfaltung brachte .... Der Sich gestaltete zu einem Gefäß des göttlichen Geistes, zur Hülle der ewigen Gottheit

Er konnte mit Recht sagen: "Der Vater und Ich sind eins.“ Er brachte den Menschen Rettung, Er brachte ihnen das Licht, Er brachte ihren Seelen das Heil, denn (Er, d. Hg.) besiegte durch Seinen Kreuzestod den, der die Seelen in der Tiefe behalten wollte und von dem sich die Menschen allein nicht lösen konnten .... Er wurde ihr Erlöser, ihr Retter aus Sünde und Tod ....

Amen

6
Philipper 3,7 bis 21

Sehnsucht nach voller Gemeinschaft mit Christus

Doch was mir damals ein Gewinn war, das habe ich um Christi Willen als Verlust erkannt.
Ja noch mehr: ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen
und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt.
Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen.
So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.
Das wollen wir bedenken, wir Vollkommenen. Und wenn ihr anders über etwas denkt, wird Gott euch auch das offenbaren.
Nur müssen wir festhalten, was wir erreicht haben.
Ahmt auch ihr mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt.
Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche - leben als Feinde des Kreuzes Christi.
Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.
Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,
der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.



7
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Und Mein Name wird immer sein und bleiben: Jesus Christus ....

B.D. 8823 empfangen am 28.u.29.6.1964

Manifestierung des Ewigen Gottgeistes ....

Als Ich über die Erde ging, vollzog sich für die ganze geistige Welt eine Umwälzung, denn es war ein Akt, der sich im ganzen All auswirkte .... die Manifestierung des Ewigen Gottgeistes, Der Sich allen Seinen Wesen schaubar machen wollte .... Der aber für alle Seine Geschöpfe so lange nicht schaubar war, bis Ich Selbst Fleisch angezogen hatte und als Mensch mitten unter Menschen wohnte ....

Diese Menschwerdung in Jesus war von Ewigkeit her vorgesehen, denn Ich kannte das Verlangen Meiner Geschöpfe, daß sie zu sehen begehrten Den, aus Dem sie ihren Ausgang genommen hatten .... Doch es sollten die Wesen, auch ohne Mich zu schauen, wissen um ihren Ursprung, und darum forderte Ich von ihnen Meine Anerkennung, die sie aber zugunsten ihres Erzeugers Mir verweigerten .... was also ihren Abfall von Mir zur Folge hatte. Und nun erst erfüllte Ich ihren Wunsch und kam in Jesus als schaubarer Gott zur Erde, nachdem Dieser Sich Mir so zu eigen gab, daß Ich Ihn voll und ganz erfüllen konnte mit Meiner Liebekraft.

Nun aber ist und bleibt Jesus für alle Geschöpfe das Ewige Gottwesen, und nicht nur die Erdenbewohner, sondern alle Meine Geschöpfe sehen in Ihm Mich Selbst, denn wenngleich Ich auf dieser Erde Wohnung genommen habe in einer menschlichen Form, so beugen sich doch auch die Bewohner der anderen Gestirne und alle Bewohner des Lichtreiches vor jener Seele, die den höchsten Gottgeist aufnahm in aller Fülle .... Es ist also Jesus der Beherrscher des Alls, Er ist Gott und wird ewiglich für die Wesen der Inbegriff Dessen sein, Der euch in das Leben rief, Der alles erschaffen hat, denn Er ist in Sich die Liebe, und aus Ihr ist alles hervorgegangen, was ist ....

Und alle Welten, alle Wesen in diesen Welten konnten das Erlösungswerk sehen. Und da auch diese Wesen in mehr oder weniger großer Schuld standen .... ansonsten sie nicht versetzt worden wären auf die verschiedenen Gestirne .... müssen auch sie sich von Ihm erlösen lassen und Ihn anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe. Und daraus werdet ihr ersehen, daß Er wahrlich eine Ausnahmestellung hat, daß Er nicht zu den „aufgestiegenen Meistern“ gezählt werden kann, daß Er immer und ewig auch von den Bewohnern anderer Welten anerkannt werden muß als Der, Der Mich Selbst in Sich aufnahm, als Der, Der wirklich und wahrhaftig Gott ist und bleibt. Alle Wesen des Alls verfolgten also Meinen Erdenwandel, und doch wußten sie sich von Mir betreut, denn die Gottheit war in Mir und wirkte doch außer Mir in aller Ihrer Kraft .... nur, daß Sie Sich in Mir ein Gefäß geschaffen hatte, das aufnahmebereit war für Sie, das also sichtbar wurde für das Geistige, das schon einen Reifegrad besaß und geistig zu schauen vermochte ....

Auch die Lichtwesen verfolgten Meinen Erdengang und blieben doch in ständiger Verbindung mit Mir, Der Ich sie unausgesetzt mit Kraft und Licht versorgte .... Denn Ich war überall und bin auch jetzt überall im geistigen Reich und auch in jenen Stätten, die noch nicht Lichtempfänger geworden sind .... Denn auch diese müssen erst die Gnaden des Erlösungswerkes annehmen, um frei zu werden von ihrer Schuld.

Und Mein Name wird immer sein und bleiben: Jesus Christus .... der in Jesus verkörperte Gottgeist .... und der in allen Welten der gleiche sein wird, ob diese noch materieller Art sind oder schon das lichtvolle geistige Reich. Unter Seinem Namen berge Ich Selbst Mich, Der Ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit .... unter Seinem Namen könnet ihr Menschen Mich Selbst ansprechen, Ich werde immer eure Stimme hören und euch antworten ....

Und in Ihm bin Ich euch schaubar von Angesicht zu Angesicht .... Ich neige Mich euch zu, die ihr von Mir angesprochen zu werden wünschet, und euer Gott und Vater spricht in Jesus Selbst zu euch .... (29.6.1964) So wisset ihr also, was ihr von Mitteilungen aus dem All zu halten habt, die Ihn nicht anerkennen, die also eine Grenze ziehen zwischen dem Erdgebiet und ihrer eigenen Welt .... Von Meiner Menschwerdung in Jesus sind alle Lichtwesen unterrichtet, allen ist in Jesus eine schaubare Gottheit erstanden, und alle Wesen des Lichtes konnten Mich nun schauen von Angesicht zu Angesicht ....

Der große Gottgeist hatte Sich mit einer menschlichen Hülle umgeben und diese Hülle behalten auf ewig. Diese Tatsache ist nicht zu leugnen, und darum müssen sich alle „aufgestiegenen Meister“ zum Gleichen bekennen, und ob sie noch so hoch in ihrer Entwicklung stehen, ansonsten sie nicht berechtigt sind, sich so zu nennen .... Dieses Problem Meiner Menschwerdung kann ihnen nicht verborgen bleiben, sie müssen .... wollen sie die reine Wahrheit lehren .... auch vom Geist in sich unterwiesen sein und Meine Menschwerdung in Jesus anerkennen. Es gilt dies sowohl für die Bewohner anderer Welten, die sich medial kundgeben, als auch für die Menschen, die auf der Erde sich zu denen rechnen, hohe geistige Führer zu sein, die auch wieder von solchen vom geistigen Reich aus belehrt werden, die jedoch nicht Mich Selbst als Lehrmeister haben, Der Ich ihnen über Meine Menschwerdung in Jesus sicher berichten würde.

Denn ob auch der Mensch keine Kenntnisse hat .... wenn sein religiöses Wissen in anderen Bahnen sich bewegt .... so wird Mein Geist ihm ganz sicher Aufschluß geben, und es gibt für diesen keine andere Erklärung, als die der Wahrheit entspricht. Denn Ich allein teile die Wahrheit aus, Ich enthalte sie niemandem vor, aber Ich kann sie immer nur dort anbieten, wo man Mir und Meinem Wort willig Gehör schenkt. Wo Mein Geist im Menschen wirken kann, auch außerhalb menschlichen Wissens, dorthin kann die reinste Wahrheit dringen, wie es Mein Wille ist ....

Amen



8
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Gott Selbst als die Ewige Liebe stirbt für die Menschheit......

B.D. 8454 empfangen am 31.3.1963

Jesus lehrte die Liebe auf Erden ....

Die Liebe brachte die Seele Jesu mit zur Erde, und darum auch war er fähig, ein Übermaß von Leiden auf sich zu nehmen, denn die Liebe gab Ihm dazu die Kraft. Und er wußte es, daß gerade die Liebe den Menschen fehlte und daß sie deshalb schwach und kraftlos waren. Sie hatten zwar auch ein Liebefünkchen in sich, also sie waren zur Liebe fähig, doch ihnen fehlte die Liebewilligkeit, weil diese Mein Gegner erstickte .... weil er die Eigenliebe stets mehr entfachte und jegliche uneigennützige Liebe hinderte, zum Durchbruch zu kommen. Und Jesus lebte daher den Menschen ein Leben in Liebe vor ....

Jesus tat seinen Mitmenschen nur Gutes an, er heilte ihre Gebrechen, er tröstete sie und half ihnen, wo nur Hilfe nötig war .... Er war selbstlos und immer dazu bereit, den Menschen ihr Erdenlos zu erleichtern .... Und er lehrte sie, warum sie ein Leben in Liebe führen sollten, er warnte sie vor den Folgen eines lieblosen Erdenwandels, wie er ihnen auch die Auswirkung eines Liebelebens immer wieder vor Augen stellte und ihnen den Beweis gab an sich selbst, der zu den höchsten Kraftleistungen fähig war, der Kranke heilte und Wunder wirkte kraft seiner Liebe, die in ihm ständig zunahm .... Denn er stand in innigem Verband mit Gott, Der die Ewige Liebe Selbst ist .... Und darum lehrte Jesus auch die Menschen, die Bindung mit Gott, ihrem Vater von Ewigkeit, herzustellen, was wieder nur durch die Liebe geschehen konnte und durch inniges Gebet zu Ihm ....

Alles dies war den Menschen fremd geworden, und nur wenige führten ein Liebeleben, und diese erkannten Jesus auch bald als den verheißenen Messias, sie erkannten in ihm den Vater .... In ihnen war durch die Liebe ein kleines Licht entzündet worden, das nun genährt wurde durch die Lehre Jesu und von den Menschen die Finsternis wich ....

Und diese Lehre sollte verbreitet werden unter der Menschheit, und darum unterwies er selbst seine Jünger, die er in die Welt hinaussandte mit dem Auftrag, zu künden von Ihm Selbst, von Seinem Werk der Erlösung und von dem Evangelium der Liebe, denn die Menschen sollten den rechten Weg aufgezeigt bekommen, der zum Leben führt, das ewig währet ....

Jesus hätte aber nimmermehr dieses Erlösungswerk vollbringen können, wenn er nicht von Liebe erfüllt gewesen wäre, doch die Liebe vermag alles, für die Liebe gibt es keine Begrenzung .... es gibt nichts Unmögliches, es gibt nichts, was sie nicht überwinden könnte .... denn als Mensch wäre es unmöglich gewesen, ein solches Maß von Leiden und Qualen durchzustehen, wie es ihm aufgebürdet wurde ....

Die Kraft der Liebe aber verhalf ihm zum Sieg .... kraft der Liebe hat er die bittersten Leiden und den qualvollsten Tod am Kreuz ertragen, und er gab erst dann seinen Geist auf, als das Werk vollbracht war .... Und nun erst wurde es dem Menschen möglich, sich frei zu machen von dem Gegner, der ihn gefesselt hielt, solange die Sündenschuld nicht getilgt war … Erst nach dem Kreuzestod Jesu konnten sich die Menschen Kraft erbitten und Stärkung von Jesus Christus, in Dem Gott Selbst als die Ewige Liebe für die Menschheit gestorben ist ....

Die Menschen sind nicht mehr dem Gegner Gottes preisgegeben und seiner Willkür, sie können sich von ihm lösen, wenn sie Jesus um Hilfe bitten und nun durch ein Liebeleben sich die Kraft erwerben, den Willen Gottes zu erfüllen. Und darum ist es das Wichtigste im Erdenleben, daß den Menschen das Evangelium der Liebe verkündet wird, das von den Menschen die dichte Finsternis nimmt, das sie zum Glauben finden läßt an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und das stets die Kraft schenken wird, den Erdenweg erfolgreich zurückzulegen ....

Denn die Liebe ist Kraft, und ohne Liebe bleibt der Mensch kraftlos, und er kann sein Ziel nicht erreichen, zwecks dessen er auf Erden lebt .... Ohne Liebe kann es aber auch kein Licht geben auf dieser Erde, denn sie ist das Reich des Gegners von Gott, der darum dichte Finsternis verbreitet, damit Gott nicht erkannt wird und er seinen Anhang nicht verliert, der aber im Licht erkannt wird als Feind ....

Wo daher die Liebe gepredigt wird, dort wird auch der Glaube an Jesus Christus erweckt werden können, wenn die Menschen nur des Willens sind, die Liebegebote zu erfüllen. Und daher sollen die Arbeiter im Weinberg des Herrn eifrig tätig sein und das Wort Gottes, das immer nur die göttlichen Liebegebote zum Inhalt hat, verbreiten, denn es müssen die Menschen darum wissen, daß nur die Liebe ihnen einen geistigen Fortschritt eintragen kann, daß nur die Liebe ihnen die Kraft schenkt, an sich selbst zu arbeiten, und daß die Liebe auch das Licht schenkt und den Menschen ein umfangreiches Wissen erschließt, so daß sie nun bewußt ihren Erdenweg gehen .... bewußt ihrer Aufgabe und ihres Zieles .... und dieses nun auch anstreben mit allen Kräften .... Und sowie sie Jesus Christus anerkennen, sowie sie wissen, daß Gott Selbst in Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat und sie sich nun Ihm bewußt hingeben, werden sie auch frei werden von ihrer Urschuld und das Ziel auf Erden erreichen und endgültigen Zusammenschluß mit ihrem Gott und Vater von Ewigkeit ....

Amen

9
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Ich Selbst, als der Ewige Gottgeist, habe Mich nur in Jesus manifestiert.

B.D. 8750 empfangen am 11.2.1964

War die Seele Jesu schon vor der Menschwerdung Gottes inkarniert? ....

Und Ich will euch Meine Liebe immer wieder offenbaren, indem Ich euch in ein Wissen einführe, das euch beseligt, weil es wie ein helles Licht euch Dinge enthüllt, die zuvor im Dunkeln lagen .... und weil euer Erkenntnisgrad wieder erhöht wird, was auch Ausreifen der Seele bedeutet. Denn immer wird und muß die Liebe der Zuleitung Meines Wortes zugrunde liegen, Ich könnte euch nicht ansprechen, wenn nicht ein bestimmter Liebegrad vorhanden wäre, und diese Liebe also wird das Licht der Erkenntnis immer heller in euch erstrahlen lassen. Immer noch bewegen euch Fragen, die nur Ich euch beantworten kann, weil nur Ich diese Gebiete kenne, in die ihr Einblick zu nehmen begehret: Alle hohen, einst nicht gefallenen Geister inkarnieren sich auf der Erde, um auch den Gang durch die Tiefe zu gehen zwecks Erreichung des höchsten Zieles .... der Gotteskindschaft.

Und sie müssen zu diesem Zweck im Fleisch über die Erde gehen, sie verkörpern sich als Mensch und legen genau wie jeder einst gefallene Urgeist dieses Erdenleben zurück. Auch sie müssen den Kampf führen und allen Versuchungen widerstehen, die ihnen von seiten Meines Gegners gestellt werden .... Sie müssen also in Wahrheit „durch die Tiefe“ gegangen sein, um dann .... wenn sie abgerufen werden, als Gotteskind zurückzukehren zu Mir, ihrem Vater von Ewigkeit. Und es sind zu jeder Zeit Lichtwesen herabgestiegen, um den Menschen beizustehen, die als einst gefallene Wesen ihre Rückkehr zu Mir erreichen sollen .... Die Liebe dieser Lichtwesen ist sehr stark und tief, daß sie ständig hilfsbereit sind und immer nur darauf bedacht, Mir Meine verlorenen Kinder zurückzubringen. Und Ich wehre ihnen nicht, wenn sie zur Erde niedersteigen wollen, um Hilfe zu bringen, die immer benötigt wird. Immer aber waren es von Mir ausgegangene Wesen, es waren von Meinem Liebelicht durchstrahlte Geschöpfe in höchster Vollkommenheit, die im gleichen Willen mit Mir sowohl im geistigen Reich wirken als auch auf Erden, wenn sie zwecks einer Mission herabsteigen. Es gibt auch kein Lichtwesen, das sich ausschließt von einer solchen Mission, den Erdenbewohnern Licht zu bringen ....

Und so auch war die Seele .... die als Mensch Jesus auf Erden das Erlösungswerk vollbrachte .... ein solcher Lichtgeist, von Mir uranfänglich ausgegangen als Liebelichtstrahl, dem Ich ein selbständiges Leben gab .... Dieser Geist hatte eine ganz besondere Mission auf sich genommen, weil er es von Anbeginn ersah, daß die gefallenen Wesen Ihn benötigten, weil er von Anbeginn sah, daß der erste Mensch versagen würde, und darum er als „Mensch Jesus“ der Menschheit Hilfe bringen wollte ....

Er war wohl von Anbeginn auch tätig an der Erschaffung der materiellen Welt, denn Mein Wille und Meine Kraft strömte über in alle jene Wesen, die Mir treu verblieben waren und daher als selbständige Wesen wirkten in der Unendlichkeit. Auch seine Seele hat Mir zuvor schon als Lichtgeist gedient, und sie stellte die Verbindung her von den Menschen zu Gott, d.h., sie kam als Lichtgeist zu den Menschen, und Ich Selbst konnte durch diese Seele nun Mich den Menschen gegenüber äußern im Wort ....

Jener Lichtgeist also war Mir eine Hülle, jedoch nicht körperlich, wenn auch den Menschen vorübergehend schaubar, doch nicht beständig, so daß er nicht als „Mensch“ über die Erde ging, sondern nur unter den Menschen wirkte scheinbar in gleicher körperlicher Substanz und doch ein geistiges Wesen war und blieb, der wieder den Augen derer entschwand, denen er Hilfe brachte durch Belehrungen und Ansprachen.

Es sind wohl auch irdische Verkörperungen von diesen hohen Lichtwesen auf Erden eingegangen worden, die immer als Abgesandte Meiner Selbst den Menschen auch Meinen Willen kündeten, denn es war nötig, daß jenen Aufklärung gegeben wurde, warum sie in ihrer seelischen Not auf Erden wandelten und welchen Zweck ihr Erdenwandel hatte. Dennoch muß ein Unterschied gemacht werden eben von einem Erdenwandel eines Lichtwesens als Mensch oder dem Erscheinen eines Lichtgeistes, durch den Ich Selbst Mich kundgetan habe.

Dann war nicht dieser Lichtgeist Meine sichtbare Außenhülle .... wie dies der Mensch Jesus gewesen ist .... sondern er diente Mir nur dazu, daß Mein Wort zu den Menschen dringen konnte in natürlicher Weise, denn Ich hätte auch direkt aus der Höhe die Menschen ansprechen können, aber dann war es um ihre Willensfreiheit geschehen .... Also bediente Ich Mich immer einer Außenform, die sowohl ein körperlicher Mensch als auch ein geistiger Mensch sein konnte. Der erstere aber führte sein Dasein als Mensch auf der Erde, während der zweite nur vorübergehend den Menschen sichtbar war, weil diese dringend Meine Ansprache benötigten.

Wenn also nun von einer mehrmaligen Inkarnation der Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung in Ihm gesprochen wird, so könnet ihr immer nur ein geistiges Erscheinen annehmen, wo Ich Selbst .... die Liebe .... Mich euch Menschen kundgeben wollte und also Mir eine geistige Hülle wählte, um Mich den Menschen in Erscheinung zu bringen. Eine fleischliche Verkörperung der Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung hat dagegen nicht stattgefunden, wenngleich Ich Mich Selbst durch Mein Wort auch durch einen Menschen äußern konnte, wenn dieser also aus dem Lichtreich herabgestiegen war zur Erde.

Die Seele Jesu war auserkoren, Meine Menschwerdung auf Erden zu ermöglichen, und diese Seele war wahrlich der höchste Lichtgeist, der als erstgeborener Sohn von Mir .... d.h. aus Meiner Kraft und dem Willen dessen, den Meine übergroße Liebe als erstes geschaffenes Wesen herausgestellt hatte .... ausgegangen war.

Ich Selbst, als der Ewige Gottgeist, habe Mich nur in Jesus manifestiert, in dieser höchsten Seele des Lichtes .... Diese aber hat Mir als Lichtgeist auch zuvor schon gedient, um Mir die Ansprache an die Menschen zu ermöglichen, die jedoch auch in dem hohen Reifegrad standen, der es Mir ermöglichte, ihnen solche Lichtwesen zuzusenden, durch die Ich Selbst unmittelbar reden konnte.

Daß aber auch endlos viele Lichtwesen zuvor als Mensch verkörpert waren, die gleichfalls die Verbindung aufrechterhielten von den Menschen zu Mir, die ihnen Mein Wort brachten, die gleichsam als Sprachrohr für Mich auf der Erde weilten, ist als wahr anzunehmen, darf aber nicht zu irrigen Vorstellungen führen, weil die Seele Jesu für Meine Menschwerdung auserwählt war, da sie sich von Anbeginn für dieses Erbarmungswerk erboten hatte in der Erkenntnis des Versagens der ersten Menschen ....

Es ist falsch zu sagen, daß Ich als „Gott“ schon mehrmals Mich inkarniert habe .... Denn Meine Menschwerdung in Jesus ist und bleibt ein einmaliger Akt, den die Menschheit nicht und auch die Lichtwelt kaum zu fassen vermag, der seinesgleichen nie zuvor und niemals nachher wird aufzuweisen haben. Denn Jesus war nicht einer von vielen, sondern er war der, der für euch Menschen und für alle Wesen des Lichtreiches zum schaubaren Gott werden sollte, den Ich Selbst Mir zur Hülle wählte, die ewig sichtbar bleiben sollte ....

Und dieses Wesen hatte einen Ausnahmerang, denn seine Liebe war .... als erster durch Meine und Luzifers Liebe ausgestrahlter Geist .... so unermeßlich tief, daß er allein für Meine Menschwerdung in Frage kam und daher auch ein zuvoriger Gang als Mensch über diese Erde ausgeschlossen war, dieses jedoch nicht ausschaltet, daß auch er sich beteiligte an der Erschaffung der materiellen Welt, weil er um Meinen Plan der Rückführung wußte und er immer voll und ganz in Meinen Willen einging und diesen auch ausführen konnte als licht- und krafterfülltes Wesen. Dieses Wesen stand Mir so nahe, daß die völlige Verschmelzung mit Mir stattfinden konnte, daß Er und Ich eins sein mußte, weil Ich in Ihm und Er in Mir völlig aufging und dies also das Geheimnis Meiner Menschwerdung in Jesus enthüllen wird, sowie das Wesen wieder den Lichtgrad erreicht hat, wo ihm hellste Erkenntnis eigen ist ....

Amen
10
Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen

Auszug aus:
Jugend Jesus, Kapitel 130, empfangen durch Jakob Lorber

130. Kapitel – Cyrenius bekennt seine Unwissenheit in geistigen Dingen. Seine Bitte um Licht. Die Antwort der Engel als ein großes und klares Zeugnis über des Herrn Wesen und Menschwerdung. Des Kindleins Segen über Cyrenius.

[JJ.01_130,01] Die beiden Jünglinge sprachen darauf nichts weiter; aber der Cyrenius war durch diese Erklärung zu sehr angestochen worden, als daß er nun ruhen konnte.

[JJ.01_130,02] Als er sich nach einiger Zeit erst wieder gesammelt hatte, da sprach er zu den beiden Jünglingen:

[JJ.01_130,03] „Hocherhabenste Diener Gottes von Ewigkeit ganz sicher! Eure Erklärung ist zu wunderbar erhaben und all mein Leben anziehend, als daß ich mich mit dem begnügen sollte, was ihr mir gesagt und gezeigt habt!

[JJ.01_130,04] Ich erkenne nun wohl vollkommen, daß ich ein aller höheren Weisheit vollkommen lediger Verstand- und Naturmensch bin, der kaum um eine Spanne weiter sieht, als er greift.

[JJ.01_130,05] Sollte es aber nicht möglich sein, mir nur ein wenig mehr Einsicht zu verschaffen?!

[JJ.01_130,06] Ich bitte euch demütigst darum, tut mir solches! Öffnet mir ein in mir sicher verborgen liegendes tieferes Erkenntnisvermögen,

[JJ.01_130,07] auf daß ich wenigstens das, was ihr mir kund gegeben habt, klarer verstehen möchte!“

[JJ.01_130,08] Die beiden aber sprachen: „Siehe, du sonst so lieber Freund und Bruder, du bittest hier um vor der Zeit Unmögliches!

[JJ.01_130,09] Denn solange du noch im Fleische wandelst, magst du nimmer Dinge der höchsten göttlichen Weisheit begreifen!

[JJ.01_130,10] Denke dir, Gott der Herr, der hier in aller Seiner endlosen und ewigen Fülle in diesem Kindlein wohnet, hätte zahllose Myriaden der herrlichsten und übergroßen Welten und Erden, deren endlos kleinsten Teil du zur Nachtzeit als Sternchen am Himmel erschauest,

[JJ.01_130,11] die Er Sich hätte, wie diese Erde, für Seine Menschwerdung erwählen können! Und dennoch hat Er diese magere Erde erwählt, die doch unter allen zahllosen Weltkörpernder elendeste und schlechteste ist in jeder Hinsicht genommen!

[JJ.01_130,12] Aber Ihm, dem ewigen Herrn der Unendlichkeit, hat es also wohlgefallen; Er tat es, wie es vor unseren Augen liegt!

[JJ.01_130,13] Meinst du aber, Er hat dazu etwa unseres Rates bedurft oder etwa unserer Einwilligung?

[JJ.01_130,14] O siehe, das wäre grundirrig gedacht! – Er tut von Ewigkeit allein, was Er will, und noch nie ist jemand Sein Ratgeber gewesen!

[JJ.01_130,15] Wer aber kann Ihn fragen und sagen: ,Herr! was tust Du, und warum tust Du es?‘

[JJ.01_130,16] Er Selbst ist in Sich ewig die höchste Vollendung, die höchste Weisheit, die größte Liebe und Sanftmut!

[JJ.01_130,17] Er ist in Sich die allein allerhöchste Kraft und Macht; ein Gedanke der Vernichtung in Seiner Brust, und alles sinkt im schnellsten Augenblicke ins Nichts zurück!

[JJ.01_130,18] Und siehe, dennoch läßt Er Sich hier als ein schwaches Menschenkind auf den Armen einer schwachen jüdischen Jungfrau locken!

[JJ.01_130,19] Und Er, der zahllose Sonnen, Welten und Wesen endloser Art mit der belebenden, allerweisest zweckdienlichsten Kost allerreichlichst von Ewigkeit versieht, sauget hier auf dieser mageren Erde Selbst die schwachen Brüste einer fünfzehnjährigen Jungfrau!

[JJ.01_130,20] Er als das Grundleben alles Lebens hat Selbst das Kleid des Todes, der Sünde angezogen und hat Sich verborgen im Fleische und Blute!! –

[JJ.01_130,21] Was sagst denn du dazu? – Wie kommt dir das vor? – Möchtest du darüber nicht auch eine hellere Beleuchtung haben?!

[JJ.01_130,22] Siehe, sowenig aber du das je in der Tiefe erfassen wirst, eben sowenig kann dir hier über das Frühreden dieses allerhöchsten Kindes mehr gesagt werden.

[JJ.01_130,23] Liebe Es aber aus allen deinen Kräften in dir, und verrate Es nirgends, so wirst, du auch in dieser Liebe etwas finden, was dir sonst alle Himmel in Ewigkeiten nicht zu offenbaren vermöchten!“

[JJ.01_130,24] Diese Worte erfüllten den Cyrenius mit einer so ungeheuren Achtung vor dem Kinde, daß er sogleich vor Demselben niederfiel und weinend sprach: „O Herr! Ich bin ewig solcher Gnade nicht wert, die ich hier genieße!“

[JJ.01_130,25] Das Kindlein aber sprach: „Cyrenius, stehe auf, und verrate Mich nicht! Ich kenne ja dein Herz, und liebe dich, und segne dich; darum erhebe dich!“ – Und der Cyrenius erhob sich sobald, ganz bebend vor Liebe und Achtung.

Seiten: [1] 2 3 ... 10

Bücher

Die großen Lebens- & Kirchenfragen Das verlorene Paradies Gleichnisse Jesu Weisheitsgeschichten Offenbarungen Gottes neben der Bibel Der wahre und lebendige Glaube Weltsinn, Wohlstand und Reich Gottes Der Prophet Jakob Lorber

Hörbücher

Gott, Mensch und Welt im Lichte der NO Der Prophet Jakob Lorber Die Neu-Offenbarung Gottes Der Erdenweg Jesu Wissenschaft & Glaube Der Tod - Geburt in eine neue Welt Johannes - das grosse Evangelium Gott spricht...

Neuoffenbarungen

Die Haushaltung Gottes Das Große Evangelium Johannes Kindheit und Jugend Jesu Von der Hölle bis zum Himmel Bischof Martin Die Geistige Sonne Die drei Tage im Tempel Schrifttexterklärungen

Musik

Am Herzen Jesu Wie die grossen Sonnenblumen Friede ist kein leeres Wort Zeitenjahre Praise & Worship Lichtblicke Christliche Hitparade 2 Tullamore Gospel Choir